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Die zweite Inschrift ist ober der Thorschwelle des zweiten
Hauses des Scheichs eingemauert und lautet :
THPPIOCÄOCXOYNAZA^WOCCAiXierCYCTOKWHKCM
Von Korietein sind nach Nebk, das auf der andern Seite des
Gebirges liegt, sechs Stunden Wegs. Von Korietein nach Tadmor
sind vier und zwanzig Stunden Weges über sandige, steinige Gründe
die nur hin und wieder von dein Bette eines Winterbaches, bei den
Beduinen Schaib genannt, durchfurcht sind, zwischen den
sämmtlich in östlicher Richtung herlaufenden Zügen des Gebirges
Dfchebel-er-Ruäk. Das ganze Gebirge besteht aus kahlen Felsmassen.
Etwa zwei Stunden vor Palmira bieten die einzelnen ganz
isolirt in der Mitte des Thaies sich erhebenden weissen Sandhügel,
die aus weissem, körnigem Sande bestehen, einen höchst eigenthiimichen
Anblick dar.
Es ist hier nicht der Ort eine Beschreibung von Palmyra
oder Tadmor, wie es die Bibel und die Araber nennen, zu
geben, indem die Ruinen schon von verschiedenen Reisenden zu
Genüge beschrieben worden sind, vielmehr halle ich es für
passender einige Angaben über den jetzigen Zustand des Ortes
und der Gegend zu geben und von den herrlichen Monumenten
alter Pracht und Grösse ganz zu schweigen, da die meisten
Reisenden ohnediess vom Anblicke der herrlichen Ruinen, die
jetzt halbvergraben im Sande der Wüste liegen, so ergriffen wurden,
dass sie es nicht wagten, des jetzigen Elends und der jetzigen
Erbärmlichkeit des Dorfes zu gedenken, das den Namen
Tadmor trägt.
Einige hundert Schritte östlich vom Fusse des Felsgebirges
liegt Tadmor am Rande der Ungeheuern Ebene , die den Namen
der syrischen Wüste trägt, nördlich von Tadmor ziehen die Ausläufer
des Gebirges Dfchebel-er-Ruäk östlich noch weiter in die
Wüste hinein, eben so wie die im Süden von Tadmor gelegenen
Gebirge in südöstlicher Richtung in die Wüste sich erstrecken.
Das jetzige Dorf Tadmor ist im Hofe des grossen Sonnentempels
gelegen und besteht aus elenden Lehmhütten, die Mauern des
Tempels dienen dem Dorfe als Wälle gegen die Ueberfälle der