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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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Grabzimmer  ist  ein  zweites,  wo  ein  kleiner  Altar  aus  Holz  angebracht ­
  ist,  auf  welchem  an  Festtagen  Messe  gelesen  wird.
Ein  kleines  eisernes  Thor  fuhrt  ins  Kloster,  das  man  aber  stets
verschlossen  hält  aus  Furcht  vor  den  Beduinen.  Ein  Christ  dieses ­
  Dorfes  erzählte  mir  die  Legende  des  Heiligen,  der  in  diesem ­
  Kloster  begraben  liegt,  auf  folgende  Weise:  Der  heilige  EIjän
  Ebu  Scheibe,  d.  i..  Vater  des  weissen  Bartes  genannt,  soll  im
Lande  Ghailän  in  Nedschd  gelebt  haben.  Er  wallfahrt
nach  Jerusalem  und  als  er  starb  befahl  er  seinen  Leichnam  auf
einen  Wagen  zu  legen  und  dort  zu  beerdigen  ,  wo  derselbe
stehen  bleiben  würde.  So  zog  man  fort  bis  zu  einem  Wasser
in  der  Nähe  von  Korietein  ,  hier  machten  die  Leute  halt  und
übernachteten.  In  der  Nacht  zog  der  Wagen  weiter  und  stand
erst  an  dem  Orte  still,  wo  jetzt  das  Kloster  sich  befindet.  Daselbst ­
  beerdigte  man  den  Leichnam  und  baute  später  ein  Kloster
auf;  zu  demselben  gehören  einige  Gärten,  deren  Einkünfte  zu
dessen  Erhaltung  verwendet  werden.  Die  Mohammedaner  haben
eine  Moschee  mit  einem  schlechten  Minaret,  welche  nach  der
Aufschrift  über  dem  Thore  derselben  im  Jahre  1084  der  Hidschret
  erbaut  wurde.  Zu  diesem  Bau  scheint  man  die  Trümmer
eines  griechischen  Tempels  verbraucht  zu  haben,  denn  man  sieht
noch  jezt  einige  Säulencapitäler  dorischer  Ordnung.  Im  Hause
des  Scheichs  ist  ein  achteckiger  Stein  eingemauert,  der  wie  ein
Opferstock  aussieht,  und  auf  welchem  sich  folgende  griechische
Inschrift  befindet
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