93
Grabzimmer ist ein zweites, wo ein kleiner Altar aus Holz angebracht
ist, auf welchem an Festtagen Messe gelesen wird.
Ein kleines eisernes Thor fuhrt ins Kloster, das man aber stets
verschlossen hält aus Furcht vor den Beduinen. Ein Christ dieses
Dorfes erzählte mir die Legende des Heiligen, der in diesem
Kloster begraben liegt, auf folgende Weise: Der heilige EIjän
Ebu Scheibe, d. i.. Vater des weissen Bartes genannt, soll im
Lande Ghailän in Nedschd gelebt haben. Er wallfahrt
nach Jerusalem und als er starb befahl er seinen Leichnam auf
einen Wagen zu legen und dort zu beerdigen , wo derselbe
stehen bleiben würde. So zog man fort bis zu einem Wasser
in der Nähe von Korietein , hier machten die Leute halt und
übernachteten. In der Nacht zog der Wagen weiter und stand
erst an dem Orte still, wo jetzt das Kloster sich befindet. Daselbst
beerdigte man den Leichnam und baute später ein Kloster
auf; zu demselben gehören einige Gärten, deren Einkünfte zu
dessen Erhaltung verwendet werden. Die Mohammedaner haben
eine Moschee mit einem schlechten Minaret, welche nach der
Aufschrift über dem Thore derselben im Jahre 1084 der Hidschret
erbaut wurde. Zu diesem Bau scheint man die Trümmer
eines griechischen Tempels verbraucht zu haben, denn man sieht
noch jezt einige Säulencapitäler dorischer Ordnung. Im Hause
des Scheichs ist ein achteckiger Stein eingemauert, der wie ein
Opferstock aussieht, und auf welchem sich folgende griechische
Inschrift befindet
CTOICfiJföANAIKCYC
- 0NA6A6YT6P0NK£I
0NAN69MANA . » .AJIjtUsi
BMIOC f.... I lAPAlffÄ
YIOIHOCXOT06IWM*'
XeTÄ/\C ZAAliw
YIPGPr