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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 59. Band, (Jahrgang 1868)

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Schulte

über  andere  Handschriften,  welche  die  Sache  des  Nestorius  und
Eutyches  betreffen  (Op.  Leonis  M.  III.  dissert.  de  ant.  coli.  P.  II.
cap.  XI.  pag.  CXXXIX.  sqq.)  sattsam  bekannt  sind,  liefert  gleichwohl
diese  Handschrift  eine  ganz  besondere  Form.  Sie  ist  schwerlich  aus
einer  der  von  Hinsehius  beschriebenen  geflossen.  Dass  sie  keine
zufällige  Zusammenstellung  ist,  erhellt  auf  den  ersten  Blick  aus  den
steten  Schlussclausein,  der  tabula  u.A.  Wohl  aber  scheint  sie  unvollständig ­
  zu  sein.  Die  das  Concil  von  Ephesus  u.  s.  w.  betreffenden
Stücke  habe  ich  sämmtlich  anführen  zu  sollen  geglaubt,  weil  die  Ordnung ­
  und  auch  die  Inscription  wiederholt  von  der  hei  Bai  uze  u.s.  w.
abweicht.  Es  ist  mir  nicht  möglich  gewesen,  da  die  nöthigen  Hülfsmittel
  mir  nicht  zu  Gebote  standen,  festzustellen,  io  wie  weit  die
Bearbeitung  des  Marius  Mercator,  auf  dessen  Benutzung  Hiuschius
  in  Dove's  Zeitsehr.  f.  Kirchenrecht  VI.  148  aufmerksam
gemacht,  zu  Grunde  liegt.  Jedenfalls  ist  die  'Aufnahme  des  grossen
Materiales  interessant.
X.  Num.  72.  (Kat.  of5)  fol.,  membr..  saec.  XIII.  auf  XIV.  Im
Deckel  die  Etiquette:  „Bibiiolheca  Joannis  de  Caulet,  Episcopi  et
Principis  Gratianopolitani.  1733“.  Seine  Stücke  sind:
I.  Im  Anfänge  und  am  Ende  je  zwei  Blätter  aus  einer  Extravagantensammlung ­
  (saec.  XIV),  welche  enthalten  Extravaganten:
«)  Nicolaus’III;  1)  quia  1  eges,  2)  contingit,  3)  fundamenta,
  4)  Decano  Matiscon.  Conjurationum  Vgl.
meine  Abhandl.  Die  Dekretalen,  Seite  719  fgg.
b.  Sechs  von  Clemens  IV.  saepe  accidisse,  licet  ecclesiarum,
  suscepti  regiminis,  exigit  officii,  sede s
apost.  interdum,  sedis  apost.  circumspecta  benignitas.
Vergl.  a.  a.  0.  S.  715  fgg.  Die  Ordnung  stimmt  also  mit  dem  dort
angeführten  Königsberger  Codex.
II.  Decretales  Gregorii  IX.  mit  dem  Apparat  des  Bernardus
  Parmensis.  Vorher  „Inc.  rubricae  decretalium,  quae  translatae
  fuerunt  seu  compilatae  per  dominum  Gregorium  papam  IX.  anno
domini  milles.  ducentes.  XXXIIII.  mense  novembri“.  „Inc.  prohemium
ad  compilationem  Gregorii  p.“  Prachtvolle  Initialen  und  Miniaturen,
mit  Mönchen  in  weissem  Gewände  und  darüber  braunem  vorne  offenem ­
  Mantel.
III.  Eine  Sammlung  von  Extravaganten  zwischen  den
Decretales  Gregorii  IX.  und  Liber  VI.  Sie  weicht  von  den  von
            
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