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Schulte
über andere Handschriften, welche die Sache des Nestorius und
Eutyches betreffen (Op. Leonis M. III. dissert. de ant. coli. P. II.
cap. XI. pag. CXXXIX. sqq.) sattsam bekannt sind, liefert gleichwohl
diese Handschrift eine ganz besondere Form. Sie ist schwerlich aus
einer der von Hinsehius beschriebenen geflossen. Dass sie keine
zufällige Zusammenstellung ist, erhellt auf den ersten Blick aus den
steten Schlussclausein, der tabula u.A. Wohl aber scheint sie unvollständig
zu sein. Die das Concil von Ephesus u. s. w. betreffenden
Stücke habe ich sämmtlich anführen zu sollen geglaubt, weil die Ordnung
und auch die Inscription wiederholt von der hei Bai uze u.s. w.
abweicht. Es ist mir nicht möglich gewesen, da die nöthigen Hülfsmittel
mir nicht zu Gebote standen, festzustellen, io wie weit die
Bearbeitung des Marius Mercator, auf dessen Benutzung Hiuschius
in Dove's Zeitsehr. f. Kirchenrecht VI. 148 aufmerksam
gemacht, zu Grunde liegt. Jedenfalls ist die 'Aufnahme des grossen
Materiales interessant.
X. Num. 72. (Kat. of5) fol., membr.. saec. XIII. auf XIV. Im
Deckel die Etiquette: „Bibiiolheca Joannis de Caulet, Episcopi et
Principis Gratianopolitani. 1733“. Seine Stücke sind:
I. Im Anfänge und am Ende je zwei Blätter aus einer Extravagantensammlung
(saec. XIV), welche enthalten Extravaganten:
«) Nicolaus’III; 1) quia 1 eges, 2) contingit, 3) fundamenta,
4) Decano Matiscon. Conjurationum Vgl.
meine Abhandl. Die Dekretalen, Seite 719 fgg.
b. Sechs von Clemens IV. saepe accidisse, licet ecclesiarum,
suscepti regiminis, exigit officii, sede s
apost. interdum, sedis apost. circumspecta benignitas.
Vergl. a. a. 0. S. 715 fgg. Die Ordnung stimmt also mit dem dort
angeführten Königsberger Codex.
II. Decretales Gregorii IX. mit dem Apparat des Bernardus
Parmensis. Vorher „Inc. rubricae decretalium, quae translatae
fuerunt seu compilatae per dominum Gregorium papam IX. anno
domini milles. ducentes. XXXIIII. mense novembri“. „Inc. prohemium
ad compilationem Gregorii p.“ Prachtvolle Initialen und Miniaturen,
mit Mönchen in weissem Gewände und darüber braunem vorne offenem
Mantel.
III. Eine Sammlung von Extravaganten zwischen den
Decretales Gregorii IX. und Liber VI. Sie weicht von den von