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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 59. Band, (Jahrgang 1868)

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P  f  i  l  in  a  i  e  r

scliiisseln  verfertigen.  Die  übrigen  Gegenstände  aus  Gold  lassen  sich
hiernach  bemessen  *).

Tao-hoei  war  ein  Eingeborner  von  Peng-tsching.  Sein  Grossvater ­
  Yen-tschi  und  sein  Vater  Tschung-tö  dienten  mit  ihm  gemeinschaftlich. ­
  Zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Ming  wurde  er  de r  mittlere  der
Leibwächter  der  Ahtheilung  der  Thüren  und  zugleich  Pferdewäscher
des  Nachfolgers.  Sein  Haus  war  angesehen  und  reich.  Seine  Güter,
Wohnhäuser,  Berge  und  Teiche,  seine  Buhlerinnen  und  Kebsweiber,
die  Haltung  und  die  schönen  Künste  zeigten  das  Höchste  in  ihrer  Art.
Er  hatte  eine  geliebte  Buhlerin,  Namens  Tschin-yö-tschü,  die
der  Kaiser  Ming  begehrte.  Als  Jener  sie  ihm  nicht  gab,  entriss  sie
ihm  der  Kaiser  mit  Gewalt.  Hoei  stiess  Worte  des  Unwillens  aus.
Der  Kaiser  hiess  die  Inhaber  der  Vorsteherämter  unbegründeter
Weise  an  dem  Hofe  eine  Meldung  machen.  Er  setzte  ihn  in  das  Gefängniss
  und  wollte  ihn  tödten.  Nach  einigen  Nächten  war  das  Haar
der  Schläfe  Hoei’s  durchaus  weiss.  Er  entkam  dem  Tode  und  wurde
zum  beständigen  Vermerker  des  Vorstehers  der  Schaaren  ernannt.
Kaiser  Ming  schoss  in  der  Wildniss  de.r  Umgebung  Fasanen  und
wurde  durstig  und  müde.  Hoei  fand  eine  grüne  frühreife  Melone  und
reichte  sie  dem  Kaiser.  Der  Kaiser  zerschnitt  sie  vor  ihm  und  verzehrte ­
  sie.  Er  wurde  ihm  sehr  gewogen.  Bei  dem  Eintritte  in  Tsi
wurde  Hoei  dreimal  im  Amte  versetzt  und  dann  zum  mittleren  Gehilfen ­
  des  kaiserlichen  Vermerkers  ernannt.  Das  fünfte  Mal  wurde  er
der  oberste  Buchführer  der  Abtheilung  der  Krieger 3 ).
Han-wu,  der  stechende  Vermerker  von  Ying-tscheu,  machte
sieben  kostbare  Betten  und  Matten  von  Elfenbein  zum  Geschenk.  Der
Kaiser  sagte  in  einer  höchsten  Verkündung:  Einst  verbrannte  Kaiser
Wu  von  Tsin  die  Pelze  aus  Fasanenköpfen.  Ich,  der  Kaiser,  habe
dieses  immer  gutgeheissen.  Jetzt  ist  dasjenige,  was  Wu  zum  Geschenk ­
  macht,  ebenfalls  von  dieser  Art.  Merkwürdige  und  schöne
Gegenstände  verderben  die  einfachen  Sillen.  Man  kann  cs  seinem
Hause  zukommen  lassen  s).
*)  Das  Buch  der  Tsi.
3 )  Das  Buch  der  Tsi.
3)  Das  Buch  der  späteren  Wei.
            
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