Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 59. Band, (Jahrgang 1868)

Geschichtliches  über  einige  Seclenzustände  und  Leidenschaften.  325
Tai  -  tsu  verabscheute  seine  ungezügelte  Verschwendung  und
lenkte  bei  jeder  Gelegenheit  auf  sie  das  Gespräch  •).

Sie-ling-yün  war  von  Sinn  verschwenderisch  und  hochfahrend.
Seine  Wagen  und  Kleider  waren  glänzend.  Bei  Kleidungsstücken  und
Geräthschaften  wurde  häufig  die  alte  Gestalt  verändert.  Das  Zeitalter
nahm  ihn  in  Gemeinschaft  zum  Muster  und  Alle  priesen  die  Prachtliebe ­
  des  Geschlechtes  Sie  2).

Yuen-tien-fu  hatte  den  Verkehr  bei  Waaren  und  Geschenken.
Die  Geschäfte,  bei  denen  er  keine  Bestechung  erhielt,  wurden  nicht
ausgeführt.  Hinsichtlich  der  Wohnhäuser,  Gärten  und  Teiche  war
unter  den  jüngeren  Brüdern  der  Könige  Keiner,  der  ihm  gleichkam.
Die  Künstlerinnen,  mehrere  Zehende  an  der  Zahl,  überragten  in  Kunstfertigkeit ­
  und  Schönheit  die  damalige  Zeit.  Das  Gold,  die  Edelsteine,
der  Schmuck  der  goldgestickten  und  bunten  Seidenstoffe  wurde  von
den  Seitenflügeln  des  Palastes  nicht  erreicht.  So  oft  er  ein  Kleid  zuschneiden ­
  oder  einen  Gegenstand  verfertigen  liess,  richtete  sich  in
der  Mutterstadt  und  den  übrigen  Städten  alles  nach  diesem  Vorbilde.
Im  Inneren  seines  Wohnhauses  eröffnete  er  Wassergräben,  die  sich
gegen  zehn  Weglängen  nach  Osten  hinzogen.  Die  Dämme  und  Uferhöhen ­
  waren  regelmässig  und  reinlich.  Er  liess  leichte  Schiffe
schwimmen  und  Sängerinnen  auf  ihnen  Musik  aufführen  s).

Nachdem  Lieu-tsiün  wieder  der  alten  Gunst  theilhaftig  geworden, ­
  verstand  er  es  noch  mehr,  dem  Gebieter  der  Menschen  zu  gefallen ­
  und  sich  ihm  anzuschliessen.  Er  empfing  die  Mächtigen  und
Vornehmen.  Was  er  für  die  Gäste  und  die  inneren  Gemächer  verausgabte, ­
  bekundete  Verschwendung  und  Prunksucht.  Er  erschöpfte  die
Provinzen  Kuang-tscheu  und  Sse-tscheu  und  verwendete  alles  einseitig ­
  für  Güter  und  Geschenke.  In  seinem  Hause  blieben  keine  Ersparnisse ­
  zurück.  Als  er  sich  in  Scho  befand,  liess  er  goldene  Bade-22

  *

*)  Das  Buch  der  Sung.
2)  Das  Buch  der  Sung.
3 )  Das  Buch  der  Sung.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.