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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 59. Band, (Jahrgang 1868)

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P  f  i  z  in  a  i  e  r

Tschü-tschung  führte  den  Jünglingsnamen  Khiü-yung  und
stammte  aus  Nan-ngan.  In  seiner  Jugend  handelte  er  mit  Entschlossenheit, ­
  hatte  ein  ruhiges  Benehmen  und  wenige  Wünsche.  Er  liebte
das  Lernen,  war  aber  arm.  Er  beschäftigte  sich  gewöhnlich  mit
Ackern  und  Pflanzen.  Sein  Nachbar  verlor  einst  ein  Kalb.  Er
erkannte  das  Kalb  Tscbung’s  als  das  seinige  und  nahm  es  mit  nach
Hause.  Später  fand  er  das  Kalb  unter  einem  Baume.  Er  war  sehr
beschämt  und  gab  Tschung  das  Kalb  zurück  >).

Das  Pferd,  welches  Yü-liang  ritt,  hatte  einen  glänzend  weissen
Scheitel.  Yin-hao  war  der  Meinung,  dass  es  dem  Besitzer  nicht  von
Nutzen  sein  werde  und  gab  Liang  den  Rath,  es  zu  verkaufen.  Liang
sprach:  Warum  sollte  ich,  was  mir  selbst  nicht  genehm  ist,  auf
andere  Menschen  übertragen?  —  Hao  schämte  sich  und  zog  sich
zurück 2 ).

Wang-kung  war  einst  bei  einem  Feste  in  dem  Hause  des  Vorstehers ­
  der  Pferde  Tao-tse.  Der  oberste  Buchführer  Sie-scbl  sang  für
ihn  ein  Lied  von  U.  Kung  sprach:  Wenn  man  in  der  wichtigen
Stellung  an  dem  Rande  zur  Rechten  sich  befindet,  wenn  man  an  dem
Sitze  eines  Hausministers  und  Reichsgehilfen  sich  versammelt,
ergeht  man  sich  da  in  den  Tönen  einer  ungeheuerlichen  Gewohnheit?
—  Alle  zeigten  in  ihrer  Miene  Beschämung  s).

Fürst  King  Hess  an  der  Nordseite  des  Thai-san  Wein  auftragen.
Als  man  sich  des  Weines  freute,  blickte  der  Fürst  nach  allen  vier
Seiten,  seufzte  und  weinte  mehrere  Male  und  sprach:  Werde  ich  von
diesem  blühenden  Reiche  mich  entfernen  und  sterben?
In  seiner  Umgebung  waren  drei  Menschen,  welche  weinten.
Sie  sprachen:  Wir  sind  unbedeutende  Menschen,  aber  es  wird  uns
noch  immer  schwer  fallen,  zu  sferben.  Um  wie  viel  mehr  ist  dies  der
Fall  bei  dem  Fürsten!

Das  Buch  der  Tsin.
3 )  Das  Buch  der  Tsin,  in  den  Überlieferungen  von  Yü-liang.
3 )  Das  Buch  Tsphung-hing  von  Tsin.
            
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