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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 59. Band, (Jahrgang 1868)

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P  f  i  l  ni  a  i  e  r

dritter  in  den  Wagen  zu  setzen.  Sie  hiessen  Khung-tse  in  dem
nächsten  Wagen  umherfahren  und  sich  zu  dem  Markte  begehen.
Khung-tse  schämte  sich  desshalb.  Yen-klu  sprach:  Warum  schämst  du
dich,  o  Meister?  -—  Khung-tse  sprach:  Das  Gedicht  sagt:
Ich  sehe,  dass  du  neu  vermält  bist,  und  erfreue  dadurch  mein
Herz.
Seufzend  setzte  er  hinzu:  Ich  habe  noch  Keinen  gesehen,  der
die  Tugend  so  geliebt  hätte,  wie  man  das  Vergnügen  liebt  *).

Kaiser  Wen  war  an  einem  Geschwüre  erkrankt.  Teng-thung
saugte  es  dem  Kaiser.  Der  Kaiser  batte  keine  Freude.  Er  fragte
ruhig:  Wer  ist  derjenige,  der  mich  in  der  Welt  am  meisten  liebt?
—  Thung  sprach:  Es  ist  vor  allen  der  Nachfolger.  —  Der  Nachfolger ­
  trat  ein  und  erkundigte  sich  wegen  der  Krankheit.  Der  Kaiser
hiess  den  Nachfolger  das  Geschwür  benagen,  doch  dieser  gab  durch
seine  Miene  zu  verstehen,  dass  ihm  dies  unmöglich  sei.  Nachträglich
erfuhr  er,  dass  Thung  es  dem  Kaiser  benagt  habe.  Der  Nachfolger
schämte  sich  und  hegte  seitdem  im  Herzen  Hass  gegen  Thung  a).

Tschi-pü-I  war  ein  Eingeborner  von  Nan-yang.  Er  wurde  ein
Leibwächter  und  diente  dem  Kaiser  Wen.  Unter  denjenigen,  welche
mit  ihm  dasselbe  Haus  bewohnten,  war  Einer,  der  sich  zur  Heimkehr ­
  meldete  und  aus  Versehen  das  Gold  eines  mit  ihm  in  demselben ­
  Hause  wohnenden  Leibwächters  mit  sich  fortnahm.  Nachdem
dies  geschehen,  bemerkte  der  in  demselben  Hause  wohnende  Leibwächter, ­
  dass  er  das  Gold  verloren  habe,  und  richtete  die  Gedanken
auf  Pü-I.  Pü-I  sprach:  Es  mag  sein.  —  Er  kaufte  das  Gold  und
leistete  den  Ersatz.  Später  erschien  derjenige,  der  sich  zur  Heimkehr
gemeldet  hatte,  und  gab  das  Gold  zurück.  Der  Leibwächter  war
sehr  beschämt  s).

Im  Herbste  des  dritten  Jahres  des  Zeitraumes  Kien-schi  (30  v.
Chr.)  entstand  unter  dem  Volke  der  Mutterstadt  ohne  Veranlassung

1 )  Die  Worte  der  Häuser.
2 J  Das  Buch  der  Han.
Das  Buch  der  Han.
            
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