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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 59. Band, (Jahrgang 1868)

Geschichtliches  über  einige  Seeleiizustände  und  Leidenschaften.

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anders  fielen,  rückte  er  den  Kragen  und  folgte  dem  Schatten.  Am
Abend  brachte  er  den  Teppich  unter  die  Bäume  zurück.  Als  der
Mond  weiter  zog,  und  die  Strahlen  anders  fielen,  rückte  er  wieder
den  Kragen  und  folgte  dem  Schatten.  Aber  es  verdross  ihn,  dass  der
Thau  seinen  Leib  befeuchtete.  Je  mehr  der  Schatten  sich  entfernte,
um  so  nässer  wurde  sein  Leib.  Er  war  sinnreich  in  seinem  Vorgehen
am  Tage,  aber  thöricht  in  seinem  Vorgehen  am  Abend.  Warum
blieb  er  nicht  in  dem  Lichte  und  verzichtete  auf  den  Schatten?  Er
Hess  sich  lieber  in  dem  Walde  von  Thau  befeuchten.  Dies  ist  ebenfalls ­
  die  vollendete  Dummheit  <).

Thsui-lie,  zu  den  Zeiten  von  Han  Vorsteher  der  Scharen,  Hess
die  kleinen  Genossen  vorladen.  Pao-kien  war  ein  Zugesellter  im  Amte
und  wollte  sich  zum  Besuche  melden.  Er  überlegte  und  ging  nicht
hin.  Er  fragte  diejenigen,  welche  früher  gekommen  waren,  wie  er
sich  zu  benehmen  habe.  Zufällig  gab  ihm  einer  zur  Antwort:  Man
richtet  sich  im  Benehmen  nach  den  Vorbildern  und  sagt  alles  mit
dem  Munde  nach.
Nachdem  er  sich  gemeldet,  sprach  der  Einführende:  Man  kann
sich  verbeugen.  —  Kien  sagte  ebenfalls:  Man  kann  sich  verbeugen.
Der  Einführende  sprach:  Man  begebe  sich  zu  dem  Sitze.  —
Kien  sagte  ebenfalls:  Man  begebe  sich  zu  dem  Sitze.
Er  zog  jetzt  wieder  die  Schuhe  an  und  stieg  zu  dem  Sitze
empor.  Als  er  den  Teppich  verlassen  wollte,  wusste  er  nicht  wo  die
Schuhe  seien.  Der  Einführende  sprach:  Die  Schuhe  sind  an  den
Füssen.  —  Kien  sagte  ebenfalls:  Die  Schuhe  sind  an  den  Füssen 2 ).

Ein  Mann  von  dem  Geschlechte  Tao-khieu  aus  Ping-yuen  nahm
eine  Tochter  von  dem  Geschlechte  Me-tai  aus  Pö-hai  zum  Weibe.
Die  Tochter  war  von  Angesicht  sehr  schön  und  hesass  vorzügliche
Gaben.  Er  behandelte  sie  auch  mit  Hochachtung.  Nachdem  sie  einen
Knaben  geboren,  kehrte  er  in  seine  Heimath  zurück.  Seine  Mutter  von
dem  Geschlechte  Ting  war  bejahrt.  Dieselbe  kam  und  besuchte  die
Schwiegertochter.  Nachdem  die  Schwiegertochter  heimgekehrt  war,

*)  Aus  dem  Buche  Fu-tse.
Aus  dem  Walde  des  Lachens.
            
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