Geschichtliches über einige Seeienzustände und Leidenschaften. 26t
Lieu-I-khi wurde zum Lehensfürsten des Districtes Ying-tao
ernannt. Derselbe war thöricht, gemein und besass keine Kenntnisse.
Er wurde immer von Jui, dem Könige von Schi-hing, und dessen
Brüdern zum Besten gehabt. Jui sagte gewöhnlich zu I-khi: Lö-ssehung
sagt in seinem Gedichte :
In Ying-tao gibt es kein edles Herz.
Welche Absicht kann er haben, dass er den sich stützenden
Vater auf diese Weise quält?
I-khi sprach : Die untergeordneten Obrigkeiten haben anfänglich
Sse-hung nicht gekannt. Warum werde ich plötzlich gequält 1 )?
Schi-schao war einer der Brüder des früheren Mannes von dem
Geschlechte Schi»). Als der frühere Mann von dem Geschlechte
Sein zu Ansehen gelangt war, befand sich Schao bei dem Kriegsheer,
war aber nicht im Stande, es weiter zu bringen. Die Menschen
geleiteten ihn zu dem früheren Manne von dem Geschlechte Schi.
Der frühere Mann von dem Geschlechte Schi bedauerte ihn und ernannte
ihn zu einem die Macht begründenden Heerführer. Da Schao
weder Fähigkeiten noch Kraft besass, unterstützte er ihn jedesmal,
wenn er ihn für eine hohe Stelle erwählte oder ihn einschob. Er
freite für ihn um die Tochter des älteren Bruders Lieu-tien’s von
Kuang-tschuen. Schao hatte davor die grösste Furcht. Man ernannte
ihn zum Statthalter von Tschang-lö und hiess ihn die Obrigkeiten
leiten. So oft er in das Thor trat, gerieth er in Aufregung und
nannte die auf das Geschlecht Lieu 3 ) sich stützende Belehrung
möglich oder unmöglich. Die Zeitgenossen sangen auf ihn ein Lied 4 ).
Das Buch Tschö-tse sagt:
Der Dumme sagt nicht, dass er dumm ist, aber die Dummheit
zeigt sich in den Worten. Sollte sich der Dumme auch verständig
nennen, die Menschen nennen ihn doch dumm.
1 ) Aus dem von Tschin-yö verfassten Buche der Sung.
2 ) Schi-Ii, zu den Zeiten der westlichen Tsin ein Heerführer von Han, nannte sich
später König von Tschao.
8 ) Die Beherrscher von Han waren von dem Geschlechte Lieu.
4 ) Aus dem Buche der Tschao.
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