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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 59. Band, (Jahrgang 1868)

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P  fizm  a  i  er

In  den  Urkunden  kommt  es  vor,  dass  die  Frösche  vornehm  sind.
Als  Kaiser  Hoei  sich  in  dem  Palaste  befand,  trat  er  hinaus  und  fragte
die  Leute  seiner  Umgebung:  Die  hier  schreien,  sind  es  obrigkeitliche
Frösche  oder  sind  es  Privatfrösche?
Ku-tschung  antwortete:  Die  auf  obrigkeitlichem  Boden  sich
befinden,  sind  obrigkeitliche  Frösche.  Die  auf  einem  Privatboden  sich
befinden,  sind  Privatfrösche.  —  Demgemäss  überlieferte  man  sich  in
dem  Zeitalter  sofort  diese  Worte  *).

I  lung-kuei,  der  jüngere  Bruder  Pien-tsi’s  von  Sung,  war  ein  dem
Kriegsheer  Beigegebener  des  Versammlungshauses  von  Pe-ping  in
Ting-tscheu.  Er  begleitete  die  Krieger  der  Besatzung  nach  Kingtscheu,
  wo  er  in  Anklagestand  versetzt  wurde.  Er  hatte  vierhundert
Stück  von  dem  für  die  Krieger  bestimmten  Tuche  weggenommen.
Die  Krieger  wollten  es  anzeigen,  er  aber  Hess  zehn  Krieger  enthaupten. ­
  Ausserdem  legte  er  alle  in  den  Gesetzartikeln  enthaltenen
Verordnungen,  welche  er  nicht  verstand,  weitläufig  aus  und  veränderte ­
  die  Gesetzartikel.  Bei  Verbrechen,  welche  durch  Aufhängen
des  Hauptes  auf  einen  Baum  bestraft  wurden,  liess  er  dem  lebenden
Menschen  die  Hand  abhauen  und  sie  mit  Wasser  begiessen.  Dann
erst  wurde  das  Urtheil  auf  Enthauptung  gefällt.  Er  wurde  von
neuem  angeklagt  und  dem  Gesetze  gemäss  schuldig  befunden.  Die
Zeitgenossen  empfanden  Trauer  über  die  Leiden  der  Krieger  und
lachten  über  die  Dummheit  Hung-kuei’s  *).

Ku-kai-tschi  hielt  in  der  Nacht  unter  dem  Monde  lange  Reden.
Er  sagte,  dass  er  die  weisen  Männer  der  früheren  Zeit  entdecken
werde.  Wenn  der  Wind  etwas  fallen  machte,  blickte  er  empor  und
hielt  ihnen  aus  der  Ferne  Lobreden.  Nachdem  Kai-tschi  dies  erlangt
hatte,  ereiferte  er  sich  noch  mehr  und  vergass  auf  die  Müdigkeit.
Wenn  er  beim  Emporblicken  einschlafen  wollte,  redete  er  und  schlug
sich  auf  die  Schenkel.  Kai-tschi  merkte  nicht  das  Sonderbare.  Er
erreichte  mehrmals  den  Morgen  und  liess  dann  ab  3 ).

*)  Das  von  Wang-yin  verfasste  Buch  der  Tsin.
2 )  Aus  dem  Buche  der  späteren  Wei.
3 )  Aus  dem  Frühling-  und  Herbst  der  fortgesetzten  Tsin.
            
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