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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 59. Band, (Jahrgang 1868)

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Stark

nennen  ihn  Conainus  und  Conain  the  son  of  Failbi,  ersterer  S.  637,
letzterer  S.  235“.
Das  Alles  ist  aber  nicht  so  sicher,  als  es  hier  dargestellt  ist.
Unrichtig  ist,  dass,  der  Name  Keran  durch  Conain  zu  ersetzen
sei,  und  für  ganz  unwahrscheinlich  halte  ich,  dass  Conain,  der  Sohn
des  Failbe,  Abt  zu  Hy  war,  wie  sein  Vater.
Letzteres  nimmt  wohl  Usher  (Britannicar.  eccl.  antiquitates.
Loryi.  1687.  F.  p.  367)  an,  allein  nur  in  Folge  eines  Missverständnisses ­
  der  Ann.  Ult  (Collect,  p.  234),  welche  zum  Jahre  709  bemerken: ­
  „Conain  mac  of  Failbi  Abbas  Jae  pausat“,  in  der  Übersetzung: ­
  „Conain  Ihe  son  of  Failbi,  abbot  of  Jona,  died“.  Usher
hat  „Abbus  Jae“,  einen  Beisatz  zu  Failbe,  welcher  wirklich  Abt  auf
Jona  war,  irrthümlich  auf  Conain  bezogen.
Eines  Besseren  belehrt  auch  schon  ein  Blick  in  die  Annal.  Tigh.
ad  a.  710.  Diese  sagen  deutlich:  „Conmael')  mc  Abb  Jae  pausat“
d.  i.  “Conmael,  son  of  the  abbot  of  Jona,  died“.  Hiermit  stimmt  auch
das  Martyrol.  Dungal.  Sept.  11  überein,  indem  es  nur  bemerkt:  „Conamliail,
  mac  Failbe“  und  noch  beifügt:  „He  was  of  the  race  of
Colla  Uais,  monarch  of  Erin“.  Wäre  Conmail  Abt  zu  Hy  gewesen,
die  Annal.  Tigh.  und  das  Martyr.  würden  nicht  unterlassen  haben
dies  hervorzuheben.
Aber  noch  eine  andere  Thatsache  spricht  gegen  die  Annahme,
dass  Conmail  Abt  zu  Hy  war.
Adomnan,  dem  Conmail  in  der  Abtswürde  gefolgt  sein  soll,  starb
den  Ann.  Tigh.  (Collect,  p.  324)  zufolge  im  September  des  Jahres
704.  Nach  Usher  war  nun  Conain,  d.  i.  Conmail,  Abt  vom  Jahre
704  bis  710  und  Dunehadh  sein  Nachfolger  vom  Jahre  710  bis  717.
Dem  Allen  widersprechen  die  Annales  Tigh.  und  Ult.,  indem  erstere
bereits  zum  Jahre707,  letztere  zumJahre6f6  bemerken:  „Dunehadh
Principatum  Jae  tenuit“.  In  Übereinstimmung  damit  bemerkt  das
Martyr.  Dungal.  p.  139  Mai  25,  dass  Dunehadh  10  Jahre  lang  und
zwar  bis  716  Abt  zu  Hy  war.  Für  Conmail  bliebe  demnach  nur  das
Jahr  705  und  höchstens  noch  706  übrig.  Nach  dem  hier  Erörterten ­
  ist  aber  wahrscheinlicher,  dass  in  dieser  Zeit  jene  Abtswürde
unbesetzt  war.

i )  Conain  scheint  die  verkürzte  Form  des  vollen  Namens  Conmail  zu  sein.
            
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