Darstellung der altmailändischen Mundart nach Bonvesin’s Schriften.
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65. C vor e, i lautet in der Regel Sibilant: s (§. 75), auch z.
Oft findet man das Zeichen c beibehalten-: dolceza D 386 neben
dolze D 383, receve A 164 neben rezeve A 161, nocente A 170
neben nosivri D 95, placevre G 39 neben p laxe vre D 360, medici
B 510 neben amisi 412. In solchen concurrierenden Fällen wird
man kaum anstehen, c als Zeichen der Sibilanten Aussprache anzusehen.
Wie ist denn carcere A 440, ce celesta D 340, lucente
A 118, olcelli G 88, parcisce A 103, prencepo A 37 u. s. w. auszusprechen?
66. Die Media gutturalis scheint manchmal auch vor e, i durch
blosses g bezeichnet zu werden; so wird wohl in largeza B 449 das
g guttural lauten.
67. Eingeschoben erscheint g in pagura C 5 und den Ableitungen
spagurusi C 30 spägurivri D 147 spagurai C 34 spaguramento
D 124. Daneben pagiura D 117 und spagiura A 33, also mit
palatalem g.
68. G vor e, i wird in der Regel zu z, §. 77; zu s in rex A 38
(sprich res mit weichem s aus, §. 75); in vergene B 329 wird es
palatal, und in jesta D 339 erweicht sich die Palatalis zu j.
69. G fällt weg in negliente A 424 neben negligente L 168,
dann in relion B 196 relioso B 17, wo die zwei zusammenstossenden
i (reli[g]ionem) mit einander verschmelzen.
G aus d'c, §.55; aus dj, §. 56; aus tj, §. 60; aus ct, ctj, pt,
§. 61.
labialen.
70. P erweicht sich zu b in cubitoso B 13, dobio D 171; p und
b zu v in uverto D 72, descavedhao B 610, levore B 295, levroso
B 23, lovo E 335, saveva B 648, liore B 306.
71. V fällt aus und wird durch g ersetzt in uga H 213 (vgl.
it. ugold).
Spirans.
72. J bleibt manchmal unverändert: justi B 109, injurie B 19,
major B 69, majestue A 56; y geschrieben: Yeronimo C 4.
73. Es wird aber auch zu g: glase B 215 und noch häufiger
zu z, §. 77.
J aus g §. 68.