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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 59. Band, (Jahrgang 1868)

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v.  K  a  r  a  j  a  u

seit  Jahren  mitgetheilten  'Beiträge  zu  einer  Chronik  der  archäologischen ­
  Funde  während  der  Jahre  1864  bis  1866  von  Friedrich
Kenner’  allerlei  neues  an  Anticalien  und  Münzen  aus  der  Römerzeit
und  dem  Mittelalter.  Sie  stehen  im  Archive  Bd.  XXXVIII  auf  S.  133
bis  168.
Zur  Kirchengeschichte  und  namentlich  jener  der  geistlichen ­
  Körperschaften  des  Landes  ist  einzureihen  der  zweite  Band
des  'Urkundenbuches  des  Stiftes  Klosterneuburg  bis  zum  Ende  des
vierzehnten  Jahrhunderts  herausgegeben  von  dem  c.  M.  weiland
Dr.  Hartmann  Zcibig 1  im  XXVIII.  Bde.  der  zweiten  Abtheilung  der
Fontes.  Er  enthält  den  Rest  der  Urkunden  vom  16.  Mai  1379  an
bis  23.  October  1400,  und  einen  Anhang  von  zwanzig  für  die  Geschichte ­
  des  Stiftes  wie  an  sich  wichtigen  Archivalien,  als  z.  B.  das
älteste  Urbar  von  1238,  Aufzeichnungen  über  die.  Einkünfte  des
Stiftes  von  1284,  die  ältesten  Zehentregister,  Fischer-,  Schiffer-,
Fergen-  und  Ufer-Rechte  des  vierzehnten  Jahrhunderts,  ein  Verzeichniss ­
  aller  Gäste  des  Stiftes  während  derselben  Zeit,  der  dort
begrabenen  Adeligen  des  zwölften  und  dreizehnten  Jahrhunderts,
eine  Sequenz  gedichtet  vom  Probste  Rudger  I.  1167  bis  1168
u.  s.  w.
Anziehend  für  die  Geschichte  der  politischen  Verwaltung
des  Landes  im  sechzehnten  Jahrhundert  ist  ein  Beitrag  des  c.  M.
Dr.  Beda  Dudfk  aus  einer  Handschrift  der  ehemals  fürstlich  Dietrichstein’schen
  Bibliothek  zu  Nikolsburg,  nämlich:  'Kaiser  Maximilians  II.
Jagdordnung  vom  Jahre  1373’  und  zwar  zur  Regelung  der  Landund
  Hof-Jägerei  in  Österreich  u.  d.  Enns  erlassen,  abgedruckt  im
Archive  Bd.  XXXVIII.  auf  S.  339  bis  416.
Österreich  ob  der  Enns.
Hauptsächlich  die  Römerzeit,  darnach  jene  späterer  Jahrhunderte ­
  betreffen  durch  Mittheilung  von  Münzfunden,  Inschriftsteinen, ­
  altem  Gerälhe  u.  s.  w.  die  schon  oben  erwähnten  'Beiträge
zur  Chronik  der  archäologischen  Funde  Friedrich  Kenners’  im  Archive ­
  Bd.  XXXVIII  und  zwar  auf  den  SS.  169  bis  189.  ln  diesen
wird  namentlich  berichtet  über  das  vielleicht  älteste  Grabdenkmal
des  Landes,  einer  Witwe  Valeria  des  vierten  Jahrhunderts  geweiht,
dessen  Inschrift  etwa  im  dreizehnten  zu  einer  christlichen  umgestaltet ­
  wurde.
            
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