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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

Reichthum  und  Armuth  in  dem  alten  China.

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Meng  verbeugte  sich  jetzt  vor  dem  vornehmen  Manne.  Der  vornehme
Mann  sprach:  Welches  Anliegen  hat  der  Herr  Wang?  —  Er  verbeugte ­
  sich  und  gab  ihm  als  Gastgeschenk  das  Zehnfache  des  Preises
der  Erdkörbe.
Er  schickte  hierauf  Leute,  welche  Meng  das  Geleite  gaben.  Als
dieser  austrat  und  sich  umsah,  war  an  der  Stelle  ein  hoher  Berggipfel.
Dasselbe  Buch  der  Erhebung  von  Tsin  sagt:
Schün-yü-tschi  führte  den  Jünglingsnamen  Schö-ping  und  war
ein  Eingeborner  von  Thsi-pe.  In  dem  Hause  Pao-yuen’s  von  Schangtliang
  kamen  häufig  Todesfälle  und  Krankheiten  vor,  und  es  gab  daselbst ­
  Armuth  und  Mühseligkeit.  Man  sagte  zu  ihm:  Schün-yü-schöping
  ist  ein  göttlicher  Mensch.  Warum  versuchst  du  es  nicht  und
unternimmst  die  Wahrsagung?
Yuen  hiess  hierauf  Tschi  die  Abrisse  verfertigen.  Dieser  vollendete ­
  sie  und  sprach:  Du  sagtest  mir,  dass  im  Nordosten  des  Hauses
ein  grosser  Maulbeerbaum  sich  befindet.  Wenn  du  auf  dem  Fusswege
  zu  dem  Markte  gelangst  und  in  das  Thor  trittst,  wird  in  der
Entfernung  von  einigen  Zehenten  von  Schritten  ein  Mensch  sein,  der
sich  einer  neuen  Pferdepeitsche  bedient.  Du  bittest  ihn,  sie  dir  zu
geben,  kaufst  sie  und  hängst  sie  an  diesen  Maulbeerbaum.  Nach  drei
Jahren  wirst  du  dann  plötzlich  Güter  erlangen.
Yuen  richtete  sich  nach  diesen  Worten.  Er  ging  auf  den  Markt,
erlangte  wirklich  die  Pferdepeitsche  und  bängte  sie  auf.  Genau  nach
drei  Jahren  grub  er  einen  Brunnen  und  fand  tausendmal  zehntausend
Kupfermünzen  nebst  verschiedenen  kupfernen  und  eisernen  Gerätschaften, ­
  deren  Werth  wieder  zwanzigtausend  Kupferstücken  gieiclikommen
  mochte.  Das  Geschäft  seines  Hauses  wurde  hierdurch  erweitert, ­
  und  auch  die  Kranken  wurden  gesund.
In  den  Denkwürdigkeiten  von  Wei  heisst  es:
Hoa-yin  war  von  einfacher  Lauterkeit  und  arm.  Seinen  Gehalt
verwendete  er  zur  Unterstützung  seiner  Verwandten.  Desswegen  war
in  seinem  Hause  nicht  so  viel  als  ein  Stein  vox'handen,  den  man  auf
die  Schultern  nehmen  konnte.
Dieselben  Denkwürdigkeiten  von  Wei  sagen:
Teng-ngai  führte  den  Jünglingsnamen  Sse-tai  und  stammte  aus
I-yang.  Da  er  stotterte,  konnte  er  kein  Amt  bekleiden,  und  er  wurde
ein  Gehilfe  der  Wächter  der  Pflanzen  auf  den  Reisfeldern.  Die  Angestellten ­
  seiner  Provinz  hatten  Mitleid  mit  seiner  Armuth  und  betheil-
            
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