Reichthum und Armuth in dem alten China.
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Meng verbeugte sich jetzt vor dem vornehmen Manne. Der vornehme
Mann sprach: Welches Anliegen hat der Herr Wang? — Er verbeugte
sich und gab ihm als Gastgeschenk das Zehnfache des Preises
der Erdkörbe.
Er schickte hierauf Leute, welche Meng das Geleite gaben. Als
dieser austrat und sich umsah, war an der Stelle ein hoher Berggipfel.
Dasselbe Buch der Erhebung von Tsin sagt:
Schün-yü-tschi führte den Jünglingsnamen Schö-ping und war
ein Eingeborner von Thsi-pe. In dem Hause Pao-yuen’s von Schangtliang
kamen häufig Todesfälle und Krankheiten vor, und es gab daselbst
Armuth und Mühseligkeit. Man sagte zu ihm: Schün-yü-schöping
ist ein göttlicher Mensch. Warum versuchst du es nicht und
unternimmst die Wahrsagung?
Yuen hiess hierauf Tschi die Abrisse verfertigen. Dieser vollendete
sie und sprach: Du sagtest mir, dass im Nordosten des Hauses
ein grosser Maulbeerbaum sich befindet. Wenn du auf dem Fusswege
zu dem Markte gelangst und in das Thor trittst, wird in der
Entfernung von einigen Zehenten von Schritten ein Mensch sein, der
sich einer neuen Pferdepeitsche bedient. Du bittest ihn, sie dir zu
geben, kaufst sie und hängst sie an diesen Maulbeerbaum. Nach drei
Jahren wirst du dann plötzlich Güter erlangen.
Yuen richtete sich nach diesen Worten. Er ging auf den Markt,
erlangte wirklich die Pferdepeitsche und bängte sie auf. Genau nach
drei Jahren grub er einen Brunnen und fand tausendmal zehntausend
Kupfermünzen nebst verschiedenen kupfernen und eisernen Gerätschaften,
deren Werth wieder zwanzigtausend Kupferstücken gieiclikommen
mochte. Das Geschäft seines Hauses wurde hierdurch erweitert,
und auch die Kranken wurden gesund.
In den Denkwürdigkeiten von Wei heisst es:
Hoa-yin war von einfacher Lauterkeit und arm. Seinen Gehalt
verwendete er zur Unterstützung seiner Verwandten. Desswegen war
in seinem Hause nicht so viel als ein Stein vox'handen, den man auf
die Schultern nehmen konnte.
Dieselben Denkwürdigkeiten von Wei sagen:
Teng-ngai führte den Jünglingsnamen Sse-tai und stammte aus
I-yang. Da er stotterte, konnte er kein Amt bekleiden, und er wurde
ein Gehilfe der Wächter der Pflanzen auf den Reisfeldern. Die Angestellten
seiner Provinz hatten Mitleid mit seiner Armuth und betheil-