Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

Reichthuin  und  Arinuth  in  dem  alten  China.

91

manchmal  nicht  abschneiden.  Der  Befehlshaber  von  Ngan-yi  wartete
auf  ihn  und  fragte  die  Söhne,  was  der  Vater  esse  und  trinke.  Sie  antworteten: ­
  Er  isst  blos  Schweinsleber.  Die  Fleischer  wollen  sie  ihm
manchmal  nicht  geben.  —  Der  Befehlshaber  ging  fort  und  ermahnte
die  Angestellten  des  Marktes.  Wenn  Jener  von  nun  an  einkaufte,  erhielt ­
  er  alles  ohne  Umstände.  Tschung-schö  verwunderte  sich  und
fragte  seine  Söhne.  Diese  sagten  ihm,  wie  die  Sache  sich  verhielt.
Er  sprach  seufzend:  Wie  sollte  Ming-tschung-schö  mit  Mund  und
Bauch  an  Ngan-yi  gebunden  sein?  —  Er  entfernte  sich  sofort  und
begab  sich  nach  Pei.
Das  Buch  der  fortgesetzten  Han  sagt:
U-yeu  verlor  in  seinem  zwanzigsten  Jahre  seinen  Vater.  In
seiner  Wohnung  konnte  man  keinen  Stein  auf  den  Schultern  tragen,
aber  er  nahm  keine  Unterstützung  an.  Er  hütete  gewöhnlich  die
Schweine  in  dem  Sumpfe  von  Tschang-hoan.  Dabei  sagte  er  Stellen
aus  den  Musterbüchern  und  dem  Buche  der  Geschichte  her.  Ein  Bekannter ­
  seines  Vaters  traf  ihn  und  sprach  zu  ihm:  Du  bist  der  Sohn
eines  Angestellten  von  zwei  tausend  Scheffeln,  aber  du  beschäftigst
dich  mit  gemeinen  Dingen.  Dass  man  dem  Sohne  gestattet,  das  Ehrgefühl ­
  zu  verleugnen,  wie  steht  es  da  mit  dem  Vorfahren?  •—  Yeu
begnügte  sich,  Entschuldigungen  vorzubringen,  und  er  beharrte  bei
seinem  Vorsätze.
Das  Buch  der  späteren  Han  von  Sie-sching  sagt:
Schi-yen  führte  den  Jünglingsnamen  Iviün-tse  und  stammte  aus
Pei.  Sein  Haus  war  arm,  seine  Mutter  alt,  und  er  wendete  alle  Kraft
an,  um  sie  zu  ernähren.  Er  verschaffte  sich  seinen  Unterhalt
durch  Melonenbau.  Sein  Rang  war  zuletzt  derjenige  eines  grossen
Beruliigers.
Dasselbe  Buch  der  späteren  Han  sagt:
Im  fünften  Jahre  des  Zeitraumes  Yung-ping  (62  n.  Uhr.)  wurde
Ku,  der  ältere  Bruder  Puan-tschao's,  aufgefordert,  sich  zu  dem
Hiao-schu  (dem  vergleichenden  Buchführer)  zu  begeben.  Tschau
folgte  mit  seiner  Mutter  und  gelangte  nach  Lö-yang.  Sein  Haus  war
arm,  er  schrieb  gewöhnlich  um  Taglohn  und  verschaffte  sich  dadurch
seinen  Lebensunterhalt.  Endlich  verdross  ihn  dies.  Er  gab  seine
Beschäftigung  auf,  warf  den  Pinsel  weg  und  sprach  seufzend:  Ein
grosser  Mann  hat  keinen  anderen  Vorsatz,  er  darf  nur  trachten,  dass
er  bekannt  werde.  Kiai-tse  und  Tschang-teng  erwarben  sich  Ver-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.