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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

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P  fiz  m  aie  r

Spricht  man  von  reichen  Menschen,  so  ist  bei  dem  Lehensfürsten
von  Kö  und  seines  Gleichen  das  Besitzthum  grösser  als  dasjenige  von
Tao  und  Wei.  Ihre  Verschwendung  ist  übermässig  und  ohne  Grenzen. ­
  Gold  und  Lasur  sind  ihre  Sänften,  rother  Mennig  ihre  Räder.
Wenn  man  sich  zu  Festlichkeiten  versammelt,  ist  ihr  Gefolge  gleich
Wolken.

In  den  Worten  der  Reiche  wird  gesagt:
Schö-hiang  besuchte  Han-siuen-tse.  Dieser  war  seiner  Armuth
willen  betrübt.  Schö-hiang  beglückwünschte  ihn.
Siuen-tse  sprach:  Ich  besitze  den  Namen  eines  Reichsministers,
es  fehlt  mir  aber  die  Wirklichkeit.  Ich  habe  nicht  zwei  oder  drei
Menschen,  die  mein  Gefolge  bilden.  Aus  diesem  Grunde  bin  ich  betrübt. ­
  Warum  beglückwünschest  du  mich?
Jener  antwortete:  Einst  besass  Luan-wu-tse  nicht  einmal  das
Feld  eines  einzigen  Arbeiters.  Sein  Amt  war  nicht  in  Bereitschaft,
die  Geräthe  seiner  Vorfahren  waren  zerstreut,  aber  seine  Tugend  war
thätig.  Was  die  Beachtung  seines  Beispiels  betrifft,  so  waren  die
Lehensfürsten  ihm  befreundet,  die  Fremdländer  des  Westens  und  des
Nordens  liebten  ihn.  Jetzt  hast  du  mit  Luan-wu-tse  die  Armuth
gemein,  und  ich  hielt  dafür,  dass  du  seiner  Tugend  fähig  hist.  Aus
diesem  Grunde  beglückwünschte  ich  dich.  Wenn  du  betrübt  bist,
dass  die  Tugend  nicht  geübt  wird  und  dabei  bedauerst,  dass  die
Güter  nicht  hinreichen,  so  hätte  ich  nicht  Zeit,  um  dich  zu  trauern;
wie  sollte  ich  dich  da  beglückwünschen?
Das  Sse-ki  sagt:
Wei-pö  hatte  in  seiner  Jugend  den  Wunsch,  Tsao-san,  dem
Reichsgehilfen  vonTsi,  vorgestellt  zu  werden.  Sein  Haus  war  arm  und
er  hatte  kein  Mittel,  zu  ihm  zu  gelangen.  Er  fegte  daher  immer  allein
vor  Tagesanbruch  den  Platz  vor  dem  Thore  der  Hausgenossen  des
Reichsgehilfen  von  Tsi.  Die  Hausgenossen  wunderten  sich  hierüber.
Sie  glaubten,  es  sei  ein  übernatürliches  Wesen  und  verlegten  sich
auf’s  Spähen.  Sie  fanden  blos  Pö.  Pö  sprach:  Ich  wünsche,  dem
Gebieter,  dem  Reichsgehilfen  vorgestellt  zu  werden  und  hatte  hierzu
kein  Mittel.  Deswegen  fegte  ich  für  euch  das  Haus,  und  ich  trachte
dadurch,  ihm  vorgestellt  zu  werden.  —  Die  Hausgenossen  stellten  ihn
            
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