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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

Reichthum  und  Arm.uth  in  dem  alten  China.

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Geschlechtes  Schi  bereitete  Mörtel  aus  Pfeffer  und  aus  dem  Mörtel
Schirme.  Der  Mann  des  Geschlechtes  Wang  baute  Mauern  aus  Mörtel
von  rothem  Steinfett.
In  der.neuen  Einleitung  wird  gesagt:
Meng-hien-tse  von  Lu  erkundigte  sich  als  Gesandter  in  Tsin.
Han-siuen-tse  bewirthete  ihn  mit  Wein.  Während  des  Trinkens
wechselte  man  dreimal  die  angehängten  Glocken  und  Musiksteine.
Ohne  dass  man  etwas  wegzuschaffen  brauchte,  waren  sie  in
Bereitschaft.
Hien-tse  sprach:  Wie  reich  bist  du!
Siuen-tse  sprach:  Ist  dein  Haus  reicher  oder  das  meinige?
Hien-tse  sprach:  Mein  Haus  ist  sehr  arm.  Ich  besitze  zwei
Männer,  'Namens  Yen-hoei  und  Thse-wu-ling.  Diese  zwei  Männer
bewirken,  dass  mein  Land  und  Haus  ruhig,  die  hundert  Geschlechter
einträchtig  sind.
Als  der  Gast  austrat,  sprach  Siuen-tse:  Jener  ist  ein  Weiser,
er  hält  den  Besitz  weiser  Männer  für  Reichthum.  Ich  hin  ein  gemeiner ­
  Mensch,  ich  halte  Glocken,  Musiksteine,  Gold  und  Edelsteine  für
Reichthum.
Khung-tse  sprach:  Meng-hien-fse’s  Reichthum  kann  in  dem
Frühling  und  Herbst  offenkundig  gemacht  werden.
In  dem  Hinwenden  zu  dem  Aufbewahrten(kuei-tsangj  heisst  es:
In  der  Höhe  gibt  es  erhabene  Erdstufen,  in  der  Tiefe  gibt  es
grosse  Teiche.  Wie  könnte  durch  diese  Dinge  der  Gebieter  vornehm
sein?  Oder  wie  könnte  durch  die  Kaufleute  der  Markt  reich  sein?
Das  Werk  Lie-tse  sagt:
Der  Mann  des  Geschlechtes  Yii  war  ein  reicher  Mann  von  Liang.
Sein  Haus  war  angefüllt,  seine  Kupferstücke  und  sein  Metall  waren
ohne  Mass,  seine  Güter  hatten  nicht  ihres  Gleichen.  Er  stieg  zu
hohen  Stockwerken,  blickte  hernieder  auf  grosse  Wege  ')•  Fr  veranstaltete ­
  Musik,  setzte  Wein  auf  und  liess  die  Cilher  in  den  Stockwerken ­
  schlagen.
.  Das  Buch  Kuan-tse  sagt:
Wer  sich  mit  den  Wegen  des  Reiches  befasst,  muss  die  Menschen ­
  bereichern.  Sind  die  Menschen  reich,  so  sind  sie  leicht  in
Ordnung  gebracht.  Bei  den  Gebietern  von  neun  und  siebenzig  Nach-Der

  grosse  Weg  heisst  der  bei  dem  Opfer  für  den  Himmel  verwendete  Wagen.
Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  LV1II.  Bd.  II.  Hft.  6
            
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