Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

80

P  f  i  z  m  n  i  e  r

meiner  Tochter  ist  O-hang.  Der  Jünglingsname  meines  grossen
Kindes  ist  O-I.  Derjenige  meines  kleinen  Kindes  ist  Yue-tse.  Ieh
war  damals  ein  Angestellter  des  Districts  und  wurde  von  Leuten  geraubt ­
  und  verkauft.  O-hang  hat  unter  ihrem  rechten  Fusse  einen
schwarzen  Fleck,  unter  ihrer  rechten  grossen  Zehe  hat  sie  ein  rothes
Merkmal  gleich  einem  halben  Kamme.
Die  Mutter  sprach:  Es  ist  euer  Vater.  —Dabei  stieg  sie  von  der
Halle  herab  und  stand  ihm  gegenüber.  Die  Kinder  und  das  Weib
weinten.  Sie  sprach:  Es  war  früher  euer  Vater.  —  Nachdem  sie  sich
verbeugt,  wusch  er  sich  sofort,  und  sein  Leib  wurde  in  Kleider  gehüllt. ­
  Hierauf  waren  beide  Mann  und  Weib  wie  vorher.
Die  Zeitgenossen  sagten  von  ihnen:  Die  Familie  Pang  von  Lu-li
grub  einen  Brunnen  und  fand  Kupfer.  Sie  kaufte  einen  Sclaven  und
fand  einen  Vater.  —  Die  Söhne  und  Enkel  schämten  sich  dessen.  Sie
sagten:  Unsere  Vorfahren,  welche  anfänglich  in  Lu-li  wohnten,  sind
zwei  Brüder.  Das  Haus  kaufte  bloss  einen  Sclaven  und  fand  einen
Vater.
In  den  Gesprächen  des  Zeitalters  heisst  es:
Kaiser  Wu  kam  einst  zu  dem  Hause  Wang-wu-tse’s  herab.  Für
die  Speisen,  welche  Wu-tse  darreichen  Hess,  bediente  man  sich
keiner  Schüsseln,  man  gebrauchte  durchaus  Gefässe  von  Glas.  Die
Sclavinnen  waren  über  hundert  an  der  Zahl.  Dieselben  waren  in
Seidenflor  gehüllt,  trugen  Reitkleider  und  hohen  mit  den  Händen
Speisen  und  Getränke  empor.  Das  gedünstete  Dörrfleisch  war  fetter
und  schöner  als  die  gewöhnlichen  feinen  Gerichte.  Kaiser  Wu  wunderte ­
  sich  darüber  und  fragte,  auf  welche  Weise  man  dieses  erlange.
Man  sagte,  dass  man  den  Thieren  Menschenmilch  zu  trinken  gebe.
Kaiser  Wu  zeigte  in  seiner  Miene  grosses  Unbehagen.  Er  hatte  noch
nicht  alle  Speise  und  den  Trank  zu  sich  genommen,  als  er  sich
entfernte.
In  denselben  Gesprächen  das  Zeitalters  wird  gesagt:
Wang-kiün-fu  umstellte  die  Kessel  mit  Reiszucker.  Scln-ki-lün
kochte  mit  Wachs.  Kiün-fu  verfertigte  aus  purpurner  Seide  eine
Schutzwehr  der  Schritte  auf  einer  Strecke  von  vierzig  Weglängen.
Tsung  <)  verfertigte  aus  goldgestickter  Seide  eine  Schutzwehr  der
Schritte  auf  einer  Strecke  von  fünfzig  Weglängen.  Der  Mann  des

1 )  Schi-tsung,  der  so  eben  genannte  Schi-ki-lün.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.