Reichthum und Armuth in dem alten China.
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herausgelle. Als nach längerer Zeit Niemand herauskam, erkannte
er, dass er nichts ausriehten werde. Er sprach daher: Du hast mich
nur reich gemacht, ich werde dich nicht mehr schlagen.
In dem gegenwärtigen Zeitalter gehen die Menschen an dem
Morgen des neuen Jahres, zur Zeit des Hahnenrufes im Kreise umher
und schlagen den Mist mit Stöcken. Sie sagen, dass dies den Menschen
reich macht.
In dem Durchdringen der Gewohnheiten (Fung-sö-thung) wird
gesagt:
Pang-kien aus Ping-yin in Ho-nan war ursprünglich ein Eingehorner
von Nie in der Provinz Wei. In einem Zeitalter der Bedrängniss
verlor er seinen Vater. Kien war damals drei Jahre alt, seine jüngeren
Geschwister befanden sich kaum in den Wickelbändern und
auf den Armen. Die Familie zog weiter und Alle lebten als Gäste in
Lu-li. Daselbst gruben sie einen Brunnen und fanden mehr als tausendmal
zehntausend Kupferstücke. In Folge dessen wurden sie
reich.
Kien bekleidete das Amt eines Angestellten des Kreises und er
selbst machte sich mit den Geschäften des Hauses vertraut. Er ging
und suchte einen alten Diener, dem er sein Zutrauen schenken und
dem er Aufträge ertheilen könne. Derjenige, den er fand, war über
sechzig Jahre alt und sein Preis waren zweimal zehntausend Kupferstücke,
Er hiess ihn die Rinder, die Pferde und den Feldbau beaufsichtigen.
Einst war in dem Hause aus Anlass einer Hochzeit grosse Gesellschaft.
Die Mutter befand sich oben in der Halle. Als man sich des
Weines freute, wurde Musik aufgeführt, man sang und lachte. Der
Sclave befand sich an dem Fusse des Herdes und war für die
Küche behilflich. Er sagte verstohlen: Die Mutter oben in der Halle
ist mein Weib. — Die Fröhlichkeit der Gäste hatte ein Ende. Die
Sclavinnen wechselten Worte und erklärten nach der Reihe, dass der
alte Sclave von Sinnen sei und unbegründete Dinge rede. Was er
sage, dürfe nicht als Richtschnur dienen. Man möge genau ausforschen,
welehe Bewandtniss es damit habe.
Dis Mutter gebot den Sclavinnen, eine Prüfung anzustellen und
nach den Thatsachen zu fragen. Der Sclave sprach: Als unser Haus
sich in Nie befand, wohnten wir in der Strasse Fu-lö, westlich von
Yuen. Mein Weib ist von dem Geschlechte Ngai. Der Mädchenname