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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

Reichthum  und  Armuth  in  dem  alten  China.

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herausgelle.  Als  nach  längerer  Zeit  Niemand  herauskam,  erkannte
er,  dass  er  nichts  ausriehten  werde.  Er  sprach  daher:  Du  hast  mich
nur  reich  gemacht,  ich  werde  dich  nicht  mehr  schlagen.
In  dem  gegenwärtigen  Zeitalter  gehen  die  Menschen  an  dem
Morgen  des  neuen  Jahres,  zur  Zeit  des  Hahnenrufes  im  Kreise  umher
und  schlagen  den  Mist  mit  Stöcken.  Sie  sagen,  dass  dies  den  Menschen
reich  macht.
In  dem  Durchdringen  der  Gewohnheiten  (Fung-sö-thung)  wird
gesagt:
Pang-kien  aus  Ping-yin  in  Ho-nan  war  ursprünglich  ein  Eingehorner
  von  Nie  in  der  Provinz  Wei.  In  einem  Zeitalter  der  Bedrängniss
  verlor  er  seinen  Vater.  Kien  war  damals  drei  Jahre  alt,  seine  jüngeren ­
  Geschwister  befanden  sich  kaum  in  den  Wickelbändern  und
auf  den  Armen.  Die  Familie  zog  weiter  und  Alle  lebten  als  Gäste  in
Lu-li.  Daselbst  gruben  sie  einen  Brunnen  und  fanden  mehr  als  tausendmal ­
  zehntausend  Kupferstücke.  In  Folge  dessen  wurden  sie
reich.
Kien  bekleidete  das  Amt  eines  Angestellten  des  Kreises  und  er
selbst  machte  sich  mit  den  Geschäften  des  Hauses  vertraut.  Er  ging
und  suchte  einen  alten  Diener,  dem  er  sein  Zutrauen  schenken  und
dem  er  Aufträge  ertheilen  könne.  Derjenige,  den  er  fand,  war  über
sechzig  Jahre  alt  und  sein  Preis  waren  zweimal  zehntausend  Kupferstücke, ­
  Er  hiess  ihn  die  Rinder,  die  Pferde  und  den  Feldbau  beaufsichtigen. ­

Einst  war  in  dem  Hause  aus  Anlass  einer  Hochzeit  grosse  Gesellschaft. ­
  Die  Mutter  befand  sich  oben  in  der  Halle.  Als  man  sich  des
Weines  freute,  wurde  Musik  aufgeführt,  man  sang  und  lachte.  Der
Sclave  befand  sich  an  dem  Fusse  des  Herdes  und  war  für  die
Küche  behilflich.  Er  sagte  verstohlen:  Die  Mutter  oben  in  der  Halle
ist  mein  Weib.  —  Die  Fröhlichkeit  der  Gäste  hatte  ein  Ende.  Die
Sclavinnen  wechselten  Worte  und  erklärten  nach  der  Reihe,  dass  der
alte  Sclave  von  Sinnen  sei  und  unbegründete  Dinge  rede.  Was  er
sage,  dürfe  nicht  als  Richtschnur  dienen.  Man  möge  genau  ausforschen, ­
  welehe  Bewandtniss  es  damit  habe.
Dis  Mutter  gebot  den  Sclavinnen,  eine  Prüfung  anzustellen  und
nach  den  Thatsachen  zu  fragen.  Der  Sclave  sprach:  Als  unser  Haus
sich  in  Nie  befand,  wohnten  wir  in  der  Strasse  Fu-lö,  westlich  von
Yuen.  Mein  Weib  ist  von  dem  Geschlechte  Ngai.  Der  Mädchenname
            
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