Reichthum und Armuth in dem alten China.
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Stellungen. Tä-tse zürnte und sprach: Dies ist etwas, das du nicht
verstehst.
Nach fünf Jahren hatte er in seinem Gefolge hundert Wagen.
Die Stammverwandten, welche bei ihm der Ruhe pflegten, zogen an
Stricken Rinder, stellten Wein auf und beglückwünschten ihn. Seine
Gattin nahm ihr Kind in die Arme und weinte. Die Schwiegermutter
zürnte hierüber und hielt es für unglückbringend.
Das Weib sprach: Die Fähigkeiten des Gebieters sind gering,
aber sein Amt ist ein bedeutendes. Dies nennt man: sich um den
Schaden winden. Er besitzt keine Verdienste, aber sein Haus ist von
Glanz erfüllt. Dies nennt man: das Verderben anhäufen. Einst verwaltete
der Ling-yün von Tsu das Reich. Sein Haus war arm, aber
das Land war reich. Der Landesfürst ehrte ihn, die Menschen des
Volkes trugen ihn auf den Häuptern. Deswegen knüpften sich Glück
und Wohlstand an seine Söhne und Enkel, sein Name gelangte herab
zu den nachfolgenden Geschlechtsaltern.
Jetzt ist der Gebieter begierig nach Reichtlnimern. Er strebt
nach Grossem und nimmt nicht Rücksicht auf den späteren Schaden.
Ich habe gehört, dass es auf den Bergen des Südens Leoparden gibt.
Bei Nebel und Regen steigen sie durch sieben Tage nicht hernieder,
um Nahrung zu nehmen. Was ist davon die Ursache? Ihr Gemiith
ist satt, ihr Bauch ist hungrig. Es wird ihr Wunsch sein, ihr Pelzkleid
glänzend zu erhalten und ihren buntfarbigen Schmuck zu Wege
zu bringen. Die Schweine wählen nicht ihr Futter und mästen ihren
Leib. Sie werden schuldig befunden und warten auf den Tod. Jetzt
verwaltet der Gebieter das Land Tao. Sein Haus wird täglich reicher,
aber das Land wird täglich ärmer. Der Landesfürst ehrt ihn nicht,
die Menschen tragen ihn nicht auf ihren Häuptern. Dass der Gebieter
in Unglück gerathen wird, ist gewiss. Ich bitte, mich entfernen zu
dürfen. Ich will mit meinem kleinen Sohne zugleich entkommen.
Demgemäss verliess sie ihn sofort und trat aus dem Hause. Nach
einem Jahre wurde über das Haus Tä-tse’s wirklich wegen Diebstahls
die Hinrichtung verhängt. Seine Mutter wurde mit Rücksicht auf ihr
Alter begnadigt. Das Weib kehrte jetzt mit ihrem kleinen Sohne zurück.
Sie ernährte die Schwiegermutter, bis diese eines natürlichen _
Todes starb.
In den merkwürdigen Überlieferungen der Verzeichnisse (lö-itschuen)
wird gesagt: