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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

Reicbthum  und  Armuth  in  dem  alten  China.

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In  (len  Erwähnungen  des  Suchens  der  Götter  heisst  es  ferner:
Tscheu-kien-si  war  arm  und  liebte  die  Wege  des  Gesetzes.  Er
und  sein  Weib  lagen  in  der  Nacbt  von  der  Feldarbeit  ermüdet.  Da
träumte  ihm,  dass  der  Fürst  des  Himmels  herüber  kam  und  ihn  bedauerte. ­
  Während  er  ihn  ermahnte,  war  ausserdem  Jemand,  der  die
Gaben  verleihen  sollte.  Der  Vorsteher  der  Einkünfte  fasste  einen
Beschluss  und  sprach  :  Über  diesen  Zeitpunkt  hinaus  dürfen  diese
beiden  Menschen  nicht  arm  sein.  Tsche-tsche-tse  soll  ihn  mit  tausendmal ­
  zehntausend  Kupferstücken  beschenken.  Tsche-tse  ist  aber
noch  nicht  geboren.  Ich  bitte,  sie  ihm  leihen  zu  dürfen.
Der  Fürst  sprach:  Es  ist  gut.  —  Mit  Tagesanbruch  erwachte
er  und  erzählte  dieses.
Mann  und  Weib  strengten  jetzt  ihre  Kraft  an  und  sorgten  Tag
und  Nacht  für  ihren  Lebensunterhalt.  Indem  sie  dies  tliaten,  erlangten ­
  sie  ein  Vermögen  bis  zu  einer  Höhe  von  tausend  Zehntausenden. ­

In  früherer  Zeit  war  ein  Weib,  das  regelmässig  zu  Kien-si  ging
und  als  Taglöhnerin  in  den  Feldhütten  arbeitete.  Dieselbe  war  schwanger. ­
  Im  hochschwangeren  Zustande  ausgeschickt,  gebar  sie  unter
dem  Dache  eines  stillstehenden  Wagens  ein  Kind.  Ihr  Herr  begab
sich  dabin,  um  es  zu  sehen.  Er  bedauerte  es,  weil  es  verlassen  war
und  Kälte  litt.  Er  bereitete  Reisbrei  und  nährte  es.
Er  fragte:  Welchen  Namen  soll  man  deinem  Kinde  geben?
Das  Weib  sprach:  Es  wurde  unter  einem  Wagen  geboren.  Mir
träumte,  dass  der  Himmel  zu  ihm  sagte:  Dein  Name  ist  Tsche-tse
(der  Sohn  des  Wagens).
Kien-si  besann  sich  jetzt  und  sprach:  Mir  träumte  einst,  dass
ich  von  dem  Himmel  Kupferstücke  eintauschte.  Ausserdem  sagte  mir
Jemand,  dass  er  mir  die  Kupferstücke  Tschang-tsche-tse’s  leihe.  Es
ist  gewiss  dieser  Sohn.  Die  Güter  müssen  an  ihn  zurückfallen.
Seit  dieser  Zeit  schwand  sein  Vermögen  täglich  und  verringerte ­
  sich.  Als  Tsche-tse  erwachsen  war,  besass  er  grössere  Reiclithiimer
  als  das  H;ius  Tscheu’s.
In  denselben  Erwähnungen  des  Suchens  der  Götter  heisst  es:
In  der  Mutterstadt  Tschang-ngan  lebte  ein  Mann  von  dem  GeschlecbteTschang.
  Derselbe  weilte  allein  in  dem  Hause,  als  eine  Taube
von  aussen  in  das  Haus  flog  und  sich  auf  dem  gegenüberstehenden
Bette  niederliess.  Dem  Manne  von  dem  Geschleclite  Tschang  war
            
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