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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r

Wen-kiiin,  die  Tochter  Tschö-schi’s,  entlief  zu  Sse-ma-siang-ju,
und  dieser  kehrte  mit  ihr  nach  Tsching-tu  zurück.  In  dem  Hause
standen  hloss  die  vier  Wände.  Siang-ju  begab  sicli  mit  ihr  nach  Linngang.
  Daselbst  verkaufte  er  alle  Wagen  und  Pferde,  und  liess  Wein
auftragen.  In  dem  Einkehrhause  erhielt  Wen-kiiin  die  Weisung,  in
dem  Weinkeller  zu  verbleiben.  Siang-ju  legte  Gürtel  und  Hemd  an,
und  wusch,  indem  er  unter  die  Taglöliner  sich  mengte,  die  Gefässe
auf  dem  Markte.  TschÖ-wang-siin  schämte  sich  dessen.  Er  verschloss
das  Thor  und  trat  nicht  heraus.
Die  Brüder  sprachen  zu  Wang-sün:  Du  hattest  einen  Sohn  und
zwei  Töchter.  Was  ihnen  mangelte,  waren  nicht  die  Güter.  Jetzt
hat  Wen-kiün  bereits  ihren  Leib  an  Sse-ma-tschang-king  verloren.
Tschang-king  ist  durch  Wanderungen  ermüdet.  Er  ist  zwar  arm,
allein  die  Begabung  dieses  Menschen  reicht  hin,  um  sich  auf  sie  verlassen ­
  zu  können.  Auch  hast  du  ihn  deinen  Gast  sein  lassen.  Wie
kannst  du  ihn  auf  diese  Weise  beschämen?
Wang-sün  wusste  sich  nicht  anders  zu  helfen,  als  dass  erWenkiün
  mit  hundert  Knechten,  mit  hundertmal  zehntausend  Kupferstüeken,
  ferner  mit  den  Kleidern,  welche  sie  zur  Zeit  ihrer  Vermälung
getragen,  und  mit  werthvollen  Gegenständen  betheilte.  Wen-kiün
kehrte  wieder  mit  Siang-ju  nach  Tsching-tu  zurück.  Sie  kaufte  ein
Haus  und  machte  es  zum  Wohnsitze  eines  reichen  Mannes.
Das  Buch  der  Han  sagt  :
Der  Kaiser  hiess  Jemanden,  der  sich  auf  die  Beobachtung  der
Menschen  verstand,  Teng-thung  beobachten.  Der  Mann  sprach:  Er
wird  in  Armuth  Hungers  sterben.  —  Der  Kaiser  sprach  :  Es  steht  aber
in  meiner  Macht,  Thung  zu  bereichern.  Warum  sprichst  du  von
Armuth?  —  Hierauf  schenkte  er  Thung  den  Kupferberg  von  Yen-tao
in  Scho  und  gestattete  ihm,  Kupfermünzen  zu  prägen.  Die  Kupfermünzen ­
  des  Geschlechtes  Teng  waren  in  der  Welt  gangbar,  und  er
wurde  auf  diese  Weise  reich.
Das  Buch  der  Han  sagt:
Thsin-yang  wurde  durch  den  Feldbau  der  Erste  in  der  Provinz.
Ung-pe  nahm  Fett  in  Tausch  und  warf  den  District  zu  Boden.  Das
Geschlecht  Tschö  verkaufte  Dörrfleisch  und  ritt  dadurch  in  gedrängten ­
  Reihen.  Tschang-li  war  ein  Pferdearzt  und  schlug  dadurch  die
Glocke.
Das  Buch  der  Han  sagt:
            
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