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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

P  f  i  z  m  a  i  e  r

Lo  war  der  Eingeborne  einer  Landstadt  und  ein  Ältester  der
Hirten.  Tsing  war  die  Witwe  eines  erschöpften  Bezirkes.  Die  Behandlung, ­
  die  ihnen  zu  Theil  ward,  war  einem  Reiche  von  zehntausend
Wagen  zum  Trotz,  ihr  Name  ward  in  der  Welt  offenkundig.  Wie
sollte  dies  nicht  des  Reichthums  willen  geschehen  sein?
Dasselbe  Sse-ki  sagt:
Wo  man  durch  die  Armuth  nach  Reichthum  trachtet,  ist  der
Ackersmann  weniger  als  der  Handwerker.  Der  Handwerker  ist  weniger ­
  als  der  Kaufmann.  Buntes  Stickwerk  verfertigen  ist  weniger  als
an  die  Thore  des  Marktes  sich  lehnen.  Dies  besagt,  dass  die  letzten
Beschäftigungen  die  Tauschwaare  des  Armen  sind.  Der  Reichthum
ist  das,  was  der  Mensch  gemäss  seiner  inneren  Eigenschaft  nicht
lernt,  was  aber  in  Gemeinschaft  offenkundig  ist.  Jetzt  gibt  es  Menschen, ­
  die  Abgaben  und  Ehrengehalte  nicht  in  Empfang  nehmen,  die
in  Städte  der  Lehensstufe  nicht  eintreten,  die  aber  mit  solchen,  bei
denen  dies  der  Fall  ist,  zu  vergleichen  sind.  In  dem  höchsten  Befehle
heisst  dies:  ein  einfaches  Lehen.
Das  Sse-ki  sagt  ferner:
Der  Vorfahr  Tscho-schi’s  war  ein  Eingeborner  von  Tschao.  Derselbe ­
  wurde  durch  das  Schmelzen  des  Eisens  reich.  Als  Thsin  das
Reich  Tschao  vernichtete,  bestimmte  man  Tschö-schi  zur  Übersiedlung. ­
  Tschö-schi  wurde  somit  gefangen  genommen.  Er  und  seine
Gattin  schoben  auf  dem  Wege  allein  einen  Handwagen  und  wandelten ­
  zu  dem  Orte  der  Übersiedelung.
Unter  den  Gefangenen  hatten  wenige  ein  erübrigtes  Gut.  Sie
wetteiferten,  in  Begleitung  der  Angestellten  einen  nahen  Ort  zu
suchen.  Sie  erlangten  durch  Wahrsagung,  dass  sie  sich  in  Kia-meng
niederlassen  sollen.  Bloss  Tschö-schi  sprach:  Dieser  Landstrich  ist
schmal  und  unfruchtbar.  Ich  habe  gehört,  dass  an  dem  Fusse  des
Berges  Min,  unter  den  bewässerten  Strecken  Zehrwurzel  wächst.
Bis  zu  dem  Tode  leidet  man  daselbst  keinen  Hunger.  Das  Volk  und
die  Handwerker  vertauschen  sie  auf  dem  Markte.  —  Er  verlangte
daher,  dass  man  ihn  in  eine  ferne  Gegend  übersiedeln  lasse.
Man  brachte  ihn  nach  Lin-ngang,  worüber  er  grosse  Freude  hatte.
Er  hämmerte  und  schmolz  sofort  auf  den  Eisenbergen  Metalle  und
rechnete  in  seinen  Unternehmungen  auf  das  Volk  von  Tien  und
Scho.  Sein  Reichthum  war  zuletzt  so  gross,  dass  er  tausend  Knechte
            
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