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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

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Z  i  n  g  e  r  I  e

Pergament,  12  Blätter  in  4“  aus  dem  17.  Jahrhundert.  Der  Anfang
fehlt.
Bl.  1".  „geht  ain  gemainer  offener  wasserwähl  und  steig.  Vermig
alten  peirnpiechl  ist  zu  sechen,  und  befihdt  sich  das  durch  dem  Haus,
so  anjetzt  Georg  Vischer  innen  hat,  ain  offner  steig,  geeht  zu  erhaltung
des  Gwoyl  wahles.“
Bl.  12".  „Es  soll  auch  ain  ieder  Dorfmaister  sein  ambtes  raitung
  acht  tag  nach  st.  Peters  Stuelfeirtag  ablegen,  damit  man  solhe
alsdann  bei  erhaltender  clainer  gmain  vorlegen  und  publiciern  khann,
und  wan  solches  nit  beschicht,  solle  der  raithalter  die  doriber  ergeende
uncösten  abzufiehren  schuldig  sein.“
InEyers  befindet  sich  ein  Dorfbuch.  Papier,  42  Blätter  in
Quart.
Bl.  1\  „Auf  das  all  und  iedes  zur  gresseren  ehre  und  glori  gottes,
  dann  zum  besseren  nuzen,  flor  und  aufnam  der  gemeinde  Eyers
gereiche“  etc.
Bl.  3".  „Disem  nach  wirdet  aufVerlangen  aller  hiernach  zu  benenden
  gemaindsinteressenten  alda  einverleibet“  etc.
Bl.  17".  „So  beschechen  zu  Eyrs  von  wohlbemelten  richter  Anton ­
  Mathaeus  Purtscher  den  9.  Febr.  1773.“
In  Laas  und  Schlanders  konnte  ich  wegen  Verhinderung  der
Gemeindevorsteher  nicht  Zutritt  zu  den  Archiven  finden.  Herr  Neeb,
k.  k.  Forstmeister  in  Bozen,  hatte  die  Güte  „Des  löblichen  Gericht
Schlanders  Gemaindesprach.“  Pergament,  9  Blätter  in  Folio,  zuzusenden. ­
  Die  Handschrift  gehört  vermuthlich  dem  16.  Jahrhundert  an  und
ist  nur  eine  Abschrift  des  schon  bekannten  Weisthums,  s.  Pfeiffer
p.  24.  Aus  Schn  als  wurde  mir  die  Zusendung  des  alten  Gemeinderechtes ­
  versprochen.  Herr  Steiner,  Studierender  an  der  hiesigen
philosophischen  Facultät.  welcher  die  Ferien  in  Schlanders  zubrachte,
erbot  sich,  die  Forschungen  in  der  dortigen  Gegend  anzustellen.
Er  begab  sich  nach  Laas  und  fand  dort  im  Gemeindearchiv:  „Gemaines
  Dorfpuech  1344,“  Pergament,  12  Blätter  in  4«.
Anfang:  „Anno  domini  taussend  fünfhundert  und  im  vier  und  viertzigisten
  Jar  am  Montag  von  dem  Sonntag  Oculi  in  der  uasten  ist  das
gemain  Dorfpuech  ainer  Ersamen  Gmain  zu  Las  erriehtt  und  die  artikl
  etlich  gebessert  und  etlich  geleychtert  von  aim  Ersamen  Ausschuss“ ­
  etc.
            
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