Bericht üb. d. in Tirol i. J. 1867 angestellten Weislhiimer-Forschungen. 37
damit sie sich darnach zu richten wissen. Richters besöldung am
ehehaft täding.“
Bi. 6“. „oder ire nachkhumen darwider in ewig werende weltzeit
nichts anders ungebürliches fürnemen, reden, handlen oder thuen,
in khain weis oder wege, wie das heschehen vnehte.“
Durch die Güte des kais. Rathes Dr. Schönherr wurde mir die
Dorfordnung von Hopfgarten (Papier, 5 Blätter in Folio, v. Jahre
1561) vermittelt.
Bl. l a . Vermerckht das mit Vorwissen des edlen vnd vesten
herrn Marx Lanngen zu Wellenburg und Minnchau, gerichtherrn der
herrschaft Kitzpuhl, phfleger zu Utter und Kropfsperg ain Ordnung
und fürnemen hei gemainem markht Hopfgarten“ etc.
Bl. l a . „Erstlichen ist beschlossen und fürgenomen, das weder
burger, inwoner noch yemandt ander kain feichteins, thannes, erleins,
baßlach noch anders holz“ etc.
Bl. 5 b . „Beschehen am Sambstage nach Sandt Veits tag nach
Cristi unsers lieben herren Hailandt vnd Saligmachers geburde funfzehenhundert
vnd im ain vnd sechzigsten Jar.“
Der Herr Lehrer Pallhuber zu Weer sandte mir ein „Ehehaftäding
Urtel“ aus der Gemeindelade in Weerberg. Papier,
6 Blätter in 4°, aus dem 18. Jahrhundert.
Bl. 1\ „Das erste Urtl anfänglich also: Es ist das ehhaft-täding
göster vierzöehen tog in rechter weil und zeit durch den ordentlichen
khrichtsdiener auf öffentlichen khirchploz gerueffen und publiciert
worden“ etc.
Bl. 6 b . „So will ich davon geredt haben.“
Eine Papierhandschrift, 42 Blätter in Folio v. J. 1526, in derselben
Gemeindelade enthält zwei „Kundschaftsbriefe“, in deren erstem
mehreres die Weerberger alte Ehehaft Betreffende vorkommt. Sowohl
das „erste Urtl“ als der Kundschaftsbrief dienen dazu, das im
Tiroler Boten 1821 über die Weerberger Ehafthaiding auszugsweise
Mitgetheilte (s. Pfeiffer’s Bericht p. 26) zu ergänzen, was um so
willkommener sein muss, da die vollständige Ehehaft verloren
scheint.
Durch die Verwendung des Herrn P. Gerbert Mägerle, Conventualen
des Stiftes Stams erhielt ich:
1. Die Ehehaft von Wildermiemingen. Papier, 19 Blätter
in Folio v. J. 1691.