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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

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P  f  i  z  m  n  i  e  r

Man  an  dem  Grenzpasse.  Die  Menschen  jenes  Volkes  eröffneten
gewöhnlich  in  der  Nacht  einen  Markt.  Sie  berochen  das  Gold  und
wussten,  oh  es  gut  oder  schlecht  sei.
Die  Verzeichnisse  des  Verborgenen  und  des  Hellen  sagen:
Das  Wasser  der  Überfahrt  des  Flussarmes  des  Hoai,  genannt
der  Flussarm  des  Rindes,  ist  unermesslich  tief.  Die  Menschen  an  der
Überfahrt  sehen  ein  goldenes  Rind,  das  von  Gestalt  sehr  wunderbar
und  stark  ist.  Dasselbe  trägt  eine  goldene  Kette  als  Halfter.

Die  zwanzig  Weglängen  messende  Strecke  von  dem  Bergrücken
der  hundert  Goldpfunde  in  dem  Distriete  Pa-khieu  aufwärts  heisst
mit  Namen:  Die  Seitentiefe  des  gelben  Goldes.  Über  derselben  ist
eine  Stromschnelle,  deren  Name  ebenfalls:  die  Stromschnelle  des
gelben  Goldes.  Ehemals  angelte  Jemand  in  dieser  Seitentiefe.  Er
fing  eine  goldene  Kette,  die  er  an  sieh  zog.  Diese  erfüllte  sofort
das  ganze  Schiff,  und  ein  goldenes  Rind,  von  Stimme  und  Anblick
gewaltig,  kam  zum  Vorschein.  Der  Angler  wurde  dadurch  erschreckt.
Das  Rind  sprang  jetzt  in  die  Höhe  und  kehrte  zu  der  Seitentiefe
zurück.

Ping,  zu  den  Zeiten  der  Tsin,  König  von  Nan-tün,  hatte  ein
neues  Wohnhaus  gebaut.  Als  er  daselbst  eingezogen  war,  sah  er  im
Traume  einen  Menschen,  der  zu  ihm  sagte:  Hoang,  Befehlshaber  von
Ping-yü,  wollte  mit  einem  Gefässe  Goldes  Pao-shing-tschi  bestechen ­
  und  wurde  durch  das  Geschlecht  Pao  getödtet.  Das  vergrabene
Gold  befindet  sich  über  mir.  Ich  werde  niedergedrückt  und  bin  sehr
beengt.  Wenn  du,  o  Gebieter,  nochmals  ein  Haus  haust,  so  habe  ich
kein  Ufer  mehr,  wo  ich  aus-  und  eintreten  könnte.
Ping  liess  am  nächsten  Morgen  sofort  die  Stelle  unter  der
Mauer  aufgrahen.  In  einer  Tiefe  von  fünf  Schuhen  fand  er  wirklich
das  Gold.

Im  Osten  der  Stadtmauern  des  Districtes  Tsiao  ward  durch  die
Stadtmauern  eine  Erdstufe  gebildet.  Dieselbe  hatte  zwanzig  Klafter
im  Umfange  und  acht  Schuh  Höhe.  Einige  sagen,  dass  dies  ein  alter
Grabhügel  gewesen.  Wu,  Kaiser  von  Wei,  liess  einen  Bau  aufführen
und  bildete  daraus  eine  Erdstufe.  Die  Mauer  der  östlichen  Seite
            
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