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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

Beiträge  zur  Geschichte  der  Edelsteine  und  des  Goldes.
Fürst  King  liess  Schuhe  mit  Bändern  von  gelbem  Golde  verfertigen. ­
  Man  war  kaum  im  Stande,  sie  zu  heben.
Das  Buch  Lie-tse  sagt:
Das  Buch  Yen-tse  sagt:
In  Tsi  war  ein  Mensch,  der  Gold  zu  haben  wünschte.  An  einem
hellen  Morgen  kleidete  er  sich  an,  bedeckte  sich  mit  der  Mütze  und
ging  auf  den  Markt.  Als  er  zu  dem  Standplatze  der  Goldverkäufer
kam,  packte  er  das  Gold  und  entfernte  sich.  Die  Angestellten  ertappten ­
  und  ergriffen  ihn.  Sie  richteten  an  ihn  die  Frage:  Die  Menschen
sind  anwesend,  und  du  packst  das  Gold  der  Menschen.  Warum  thust
du  dieses?  —  Er  antwortete:  Als  ich  das  Gold  wegnahm,  sah  ich
nicht  die  Menschen,  ich  sah  blos  das  Gold.
Das  Buch  Lu-lien-tse  sagt:
Tlisin  belagerte  Han-tan  in  Tschao.  Wei  entsandte  den  Heerführer ­
  Sin-yuen-yen.  Derselbe  kam  nach  Han-tan  und  hiess  Tschao
das  Reich  Thsin  durch  Anerkennung  der  Kaiserwürde  ehren.  Lien-tse
hielt  eine  Rede  und  man  stand  davon  ab.  Als  das  Heer  von  Thsin
sich  zurückzog,  bestimmte  der  Landesherr  von  Pieng-yuen  tausend
Pfunde  Goldes  zum  Geschenk  auf  das  lange  Leben  des  Meisters.
Dieser  lachte  und  sprach:  Wenn  ich  es  sofort  nehme,  so  ist  es  ein
Geschäft  der  Kaufleute.  Ich  bringe  es  nicht  über  mich,  dies  zu  tliun.

Das  Buch  Han-tse  sagt:
Lu-tan  hielt  dreimal  eine  Rede  vor  dem  Landesherrn  von
Tschung-san  und  erlangte  nichts.  Er  warf  jetzt  fünfzig  Pfunde  Goldes
aus  und  widmete  seine  Dienste  den  Leuten  der  Umgebung.  Er  erschien ­
  nochmals  zum  Besuche.  Er  hatte  noch  nicht  gesprochen,  und
der  Landesherr  gab  ihm  Speisen.  Lu-tan  ging  fort.  Ohne  sich  in  das
Einkehrhaus  zu  begeben,  verliess  er  sofort  Tschang-san.
Sein  Wagenführer  sprach:  Da  man  hei  der  Verbindung  eben
angefangen  hat,  gegen  uns  freundschaftlich  zu  sein,  warum  sollten
wir  uns  entfernen?
Lu-tan  sprach:  Wer  in  Folge  eines  Wortes  der  Menschen  gegen
uns  freundschaftlich  ist,  wird  gewiss  in  Folge  eines  Wortes  der
Menschen  uns  eines  Verbrechens  zeihen.
Er  hatte  noch  nicht  die  Grenze  erreicht,  als  der  Fürstensohn
ihn  verdächtigte  und  sprach:  Er  kommt  im  Aufträge  Tschao’s,  um
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