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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

Beitrüge  zur  Geschichte  der  Edelsteine  und  des  Goldes.

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Das  Buch  der  Thang  sagt:
Tai-tsung  sprach  zu  den  ihm  aufwartenden  Dienern:  Dass  Wasser ­
  und  Trockenheit  nicht  geregelt  sind,  ist  desswegen,  weil  der
Gebieter  der  Menschen  die  Tugend  ausser  Acht  lässt.  Meine,  des
Kaisers,  Tugend  wird  nicht  geübt,  und  der  Himmel  muss  mich,  den
Kaiser,  zur  Rede  stellen.  Was  sollten  die  hundert  Geschlechter  des
Volkes  verbrochen  haben?  Es  sind  aber  noch  viele  elend  und  hilllos,
ich  habe  gehört,  dass  es  Leute  gibt,  welche  ihre  Söhne  und  Töchter
verkaufen.  Ich,  der  Kaiser,  hin  darüber  sehr  betrübt.
Er  entsandte  hierauf  den  die  Stelle  eines  kaiserlichen  Vermerkers
bekleidenden  Grossen  Tu-yen  mit  dem  Aufträge,  sämmtliche  Landschaften ­
  innerhalb  des  Grenzpasses  zu  bereisen.  Indem  er  das  Gold
und  die  Kostbarkeiten  der  kaiserlichen  Kammern  hervornahm,  kaufte
er  die  Söhne  und  Töchter  los  und  schickte  sic  den  Eltern  zurück.

In  dem  Zeiträume  Yuen-khai  (713  bis  741  n.  Chr.)  war  Tu-sien
ein  leitender  und  untersuchender  kaiserlicher  Vennerker.  Er  reiste
zu  den  Hinterhalten  und  Aufstellungen  des  Westens.  Die  Menschen
des  Geheges  schickten  ihm  Gold,  das  sie  ihm  zum  Geschenk  machten.
Sien  entschuldigte  sich  bei  dieser  Gelegenheit  und  nahm  es  nicht
an.  Die  Leute  seiner  Umgehung  waren  der  Meinung,  dass  man  die
Zuneigung  der  Menschen  des  Geheges  nicht  verlieren  dürfe.  Sien
nahm  es  jetzt  an  und  vergrub  es  unter  dem  Zelte.  Als  er  die  Gränze
überschritten  hatte,  liess  er  die  beschriebene  Tafel  überführen  und
gab  Befehl,  das  Gold  wegzunehmen.
Im  ersten  Jahre  des  Zeitraumes  Tsching-yuen  (783  n.  Chr.),
im  vierten  Monate  des  Jahres,  wurde  I-meu-tsin,  König  von  Nantschao
  <),  mit  seinen  Häuptern  und  Ältesten  in  dem  Rathe  einig.  Er
schickte  Tschao-mo-lo,  Mei-yeu  und  Nan-ngan  als  Gesandte.  Diese
drei  Gesandten  brachten  ein  Schreiben  an  Wei-kao  2 ).  Ein  jeder  von
ihnen  hielt  in  der  Hand  ein  Geschenk  von  rohem  Golde  und  Zinnober.
Sie  theilten  das  Schreiben,  das  Kao  früher  Meu-tsin  übergeben  hatte,
in  drei  Theile,  und  jeder  von  ihnen  erfasste  einen  Theil  zur  Beglaubigung, ­
  dass  man  in  dem  Jahre  dreimal  in  die  Mutterstadt  kommen
werde.  Ausserdem  sagten  sie:  Meu-tsin  bittet,  dass  er  dem  grossen
!)  Nan-tschao  war  ein  Ileicli  der  südliehen  Fremdländer.
~)  Wei-kao  war  ein  Heerführer  der  Thang - .
Sitzb.  (1.  pliil.-bist.  CI.  LVIII.  B(l.  III.  Hfl.  10
            
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