Beitrüge zur Geschichte der Edelsteine und des Goldes.
TI 7
Yen-hoei war der oberste Buchführer für die Abtheilung der
Angestellten. Ein Mensch bewarb sieb um ein Amt. Derselbe verbarg
in dem Ärmel eine Platte Gold und verlangte eine Unterredung ohne
Zeugen. Er zog das Gold hervor und zeigte es mit den Worten: Es
ist niemand, der es weiss.
Yen-hoei sprach: Wenn du geeignet bist und das Amt erhältst,
so brauchst du dich dieses Dinges nicht zu bedienen. Soll dir aber
das Amt durchaus gegeben werden, so kann ich nicht umhin, mit dir
eine Probe anzustellen.
Dieser Menscb fürchtete sich sehr, er packte das Gold und entfernte
sieb. Yen-hoei entdeckte die Sache, aber er nannte keinen
Namen, und dieser war keinem Zeitgenossen bekannt.
In den Geschichtschreibern des Südens wird gesagt:
Tschü-nung, König des Reiches Fu-nan in Nan-hai, starb, und
sein Sohn Yang-mai wurde eingesetzt. Als Yang-mai sich noch im
Mutterleibe befand, träumte seiner Mutter, dass sie ein Kind gebar
und dass ein Menscb ihm eine goldene Matte lieh. Die Farbe derselben
war glänzend und lieblich. Die östlichen Fremdländer bezeichnen
das reinste Gold mit dem Namen Yang-mai, und es ist dies dasselbe,
was man in dem mittleren Reiche „das purpurne und geschliffene“
nennt. Nach diesem gab man dem Sohne den Namen.
Im zweiten Jahre des Zeitraumes Yung-thsu von Sung (421 n.
Chr.) schickte das Reich einen Gesandten mit Tribut und Geschenken.
Man ernannte Yang-mai zum Könige Lin-yi.
Das Buch der Sung sagt:
Wu, Kaiser von Tsi, kam gewöhnlich in das Haus Lieu-tsiün’s
und legte sich daselbst am Tage nieder. Als er erwachte, reichte ihm
Tsiün ein goldenes Waschbecken, das vier Ganting fasste, und liess
ihn in ihm die Hände waschen. Bei diesem Anlasse gab er es dem
Kaiser.
Das Buch der Tsi sagt:
Wenn derjenige, der als König herrscht, von grösster Elternliebe
erfüllt ist, so kommt der goldene Wagen zum Vorschein. Wenn
derjenige, der als König herrscht, die vollkommene Tugend besilzt,