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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

Beiträge  zur  Geschichte  der  Edelsteine  und  des  Goldes.

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Die  weitläufigen  Denkwürdigkeiten  sagen:
Es  gibt  weissen  und  schwarzen  Scliwerspath.  Man  verfertigt
daraus  Handhaben  und  Fussgestelle.

Das  von  Tu-wan-nien  verfasste  bilderlose  Gedicht  über  die
Beobachtung  des  Windes  sagt:
Der  Lebensfürst  Tai-po-fu  befahl  mir,  darüber  ein  bilderloses
Gedicht  zu  verfassen.  Er  weiss  in  Wahrheit,  dass  der  Schwerspath
nicht  von  dem  Geschlechte  der  Kostbarkeiten  von  King,  und  dass
Merkur  und  der  Morgenstern  nicht  die  Gefährten  der  leuchtenden
Gottheit.

Diamant  *).
Die  Erklärung  der  Thaten  von  Tsin  sagt:
Im  dritten  Jahre  des  Zeitraumes  Hien-ning  (277  n.  Chr.)  übersandte ­
  Tün-hoang  an  den  Hof  Diamanten.  Dieselben  sind  die  Gebieter
in  der  Mitte  des  Goldes  und  werden  weder  gewaschen  noch
geschmolzen.  Man  kann  mit  ihnen  Edelsteine  zerschneiden.  Sie  kommen ­
  aus  dem  Lande  Thien-tscho.
Die  Geschichte  von  Yuen-tschung  sagt:
Der  Diamant  kommt  aus  dem  Lande  Thien-tscho  und  aus  dem
Reiche  des  grossen  Thsin.  Man  nennt  ihn  auch:  das  die  Edelsteine
zerschneidende  Messer.  Derselbe  zerschneidet  die  Edelsteine  wie  ein
eisernes  Messer  das  Holz  zerschneidet.  Die  grossen  sind  ungefähr
einen  Schuh  lang.  Die  kleinen  sind  gleich  den  Reiskörnern.  Wenn
man  Edelsteine  schneiden  will,  muss  man  einen  grossen  goldenen
Ring  verfertigen.  Man  hält  diesen  zwischen  den  Fingern  der  Hand
und  öffnet  seinen  Rücken  gleich  einem  Monde.  Man  schiebt  das  die
Edelsteine  zerschneidende  Messer  in  die  Mitte  des  Ringes  und  schneidet ­
  damit  den  Edelstein.
In  den  Denkwürdigkeiten  von  wunderbaren  Dingen  der  südlichen
Landstriche  heisst  es:

Tschang-scha  bringt  ihn  jetzt  hervor.  Er  hat  einen  hellrothen  Grund  mit  weissen
Streifen.  Die  Farbe  ist  lauchgrün  und  nicht  deutlich  geschieden,
l)  Durch  „Goldhärte“  oder  „Goldstahl“  ausgedrückt,  daher  ursprünglich  unter  den
Metallen  verzeichnet.
Sitzh.  d.  phil.-hist.  CI.  LVIII.  Bd.  III.  Hft.

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