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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

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P  f  i  l  m  a  i  e  r

In  den  gereihten  Jahren  heisst  es:
Im  siebenten  Jahre  des  Königs  Hoei-tsching  regnete  es  Lasur
in  Ying.
In  den  alten  Begebenheiten  bezüglich  des  Kaisers  Wu  von  Han
heisst  es:
Der  Kaiser  errichtete  ein  Dach  der  Götter.  Die  Fussgestelle
und  Tlniren  waren  sämmtlich  von  Lasurstein.

Die  abgekürzten  Denkwürdigkeiten  von  Wei  sagen:
Das  Reich  des  grossen  Thsin  bringt  Lasur  hervor.
Die  Geschichte  des  Gebietes  Tai-khang  von  Tsin  sagt:
Der  District  Tsing-ling  in  Yün-nan  bringt  Lasur  hervor.

Der  Garten  der  Merkwürdigkeiten  sagt:
In  dem  District  Hoei-yuen,  Provinz  Yue-sui,  befindet  sich  zur
Seite  des  Flusses  Yuen-ma  ein  Tempel.  In  dem  Flusse  gibt  es  Lasur
und  Perlen.  Wenn  man  diese  nimmt,  ohne  dass  man  den  Göttern
opfert,  so  bringt  es  kein  Glück.
Das  Buch  Tschuang-tse  sagt:
Tschang-hung  starb  in  Schi)  und  wurde  begraben.'  Sein  Blut
verwandelte  sich  nach  drei  Jahren  in  Lasur  <).
In  den  Erörterungen  des  kunstreichen  Zeitalters  heisst  es.:
Der  Lasur  hat  Ähnlichkeit  mit  dem  Edelsteine.  Bloss  I-tün 3 )
unterscheidet  es.

Das  von  Tschang-hang  verfasste  bilderlose  Gedicht  auf  Yii-lie
sagt:
Er  steigt  auf  das  geschnitzte  Vordach  von  dem  Steine  Yao  und
von  Lasur.  Er  pflanzt  die  Blumenfahne  des  ganzvollen  Himmels.
Das  von  Tso-sse  verfasste  bilderlose  Gedicht  auf  die  Hauptstadt
von  U  sagt:
Purpurmuscheln,  fliessendes  Gelb,  hellgrüner  Lasur  sind  schlichte
Edelsteine.

*)  Tschang-hung  war  redlich  und  wurde  verbannt.  Desswegen  ging  sein  Blut  nicht  in
Fiiulniss  über,  sondern  verwandelte  sich  in  Lasur.
2 )  I-tün,  ein  durch  seinen  Reichthum  berühmter  Mann.
            
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