214
P f i l m a i e r
In den gereihten Jahren heisst es:
Im siebenten Jahre des Königs Hoei-tsching regnete es Lasur
in Ying.
In den alten Begebenheiten bezüglich des Kaisers Wu von Han
heisst es:
Der Kaiser errichtete ein Dach der Götter. Die Fussgestelle
und Tlniren waren sämmtlich von Lasurstein.
Die abgekürzten Denkwürdigkeiten von Wei sagen:
Das Reich des grossen Thsin bringt Lasur hervor.
Die Geschichte des Gebietes Tai-khang von Tsin sagt:
Der District Tsing-ling in Yün-nan bringt Lasur hervor.
Der Garten der Merkwürdigkeiten sagt:
In dem District Hoei-yuen, Provinz Yue-sui, befindet sich zur
Seite des Flusses Yuen-ma ein Tempel. In dem Flusse gibt es Lasur
und Perlen. Wenn man diese nimmt, ohne dass man den Göttern
opfert, so bringt es kein Glück.
Das Buch Tschuang-tse sagt:
Tschang-hung starb in Schi) und wurde begraben.' Sein Blut
verwandelte sich nach drei Jahren in Lasur <).
In den Erörterungen des kunstreichen Zeitalters heisst es.:
Der Lasur hat Ähnlichkeit mit dem Edelsteine. Bloss I-tün 3 )
unterscheidet es.
Das von Tschang-hang verfasste bilderlose Gedicht auf Yii-lie
sagt:
Er steigt auf das geschnitzte Vordach von dem Steine Yao und
von Lasur. Er pflanzt die Blumenfahne des ganzvollen Himmels.
Das von Tso-sse verfasste bilderlose Gedicht auf die Hauptstadt
von U sagt:
Purpurmuscheln, fliessendes Gelb, hellgrüner Lasur sind schlichte
Edelsteine.
*) Tschang-hung war redlich und wurde verbannt. Desswegen ging sein Blut nicht in
Fiiulniss über, sondern verwandelte sich in Lasur.
2 ) I-tün, ein durch seinen Reichthum berühmter Mann.