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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

Beiträge  zur  Geschichte  der  Edelsteine  und  des  Goldes.

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Yen-kung-king,  König  von  Ju-nan,  Hess  den  Wein  in  Gefässen
von  Bergkrystall  umherreichen.  Als  der  Wein  zu  Thsui-hung  kam,
wollte  dieser  das  Gefäss  nicht  ergreifen.  Man  fragte  ihn  um  die
Ursache,  und  er  antwortete:  feil  denke,  es  hat  den  Sinn,  dass  man
einen  Edelstein  ergreift  und  nicht  mit  schnellen  Schritten  vorwärts ­
  eilt  i).
In  den  Erzählungen  des  Tiefen  und  Dunklen  wird  gesagt:
Tung-fang-sö  erhielt  Thau  von  fünf  Farben.  Er  füllte  ihn  in
Gefässe  von  Bergkrystall  und  machte  sie  dem  Kaiser  Wu  zum
Geschenk.
Die  Erzählungen  des  Auflesens  des  Hinterlassenen  sagen:
Tung-yen  stellte  Windschirme  von  purpurnem  Bergkrystall  auf.
In  den  Gesprächen  des  Zeitalters  wird  gesagt:
Muan-fen  fürchtete  den  Wind.  Als  er  sich  in  Tsin  befand,  sass
der  Kaiser  an  dem  nördlichen  Fenster.  Man  hatte  Thiirflügel  aus
Bergkrystall  verfertigt,  die  fest  geschlossen  waren,  aber  auseinander
zu  stehen  schienen.  Fen  hatte  das  Aussehen  eines  Frierenden,  und
der  Kaiser  lachte  über  ihn.  Fen  antwortete:  Ich  bin  gleichsam  ein
Büffel  von  U.  Wenn  dieser  den  Mond  sieht,  so  keucht  er 3 ).

In  den  weitläufigen  Denkwürdigkeiten  wird  gesagt:
Der  Bergkrystall  kommt  aus  den  Reichen  Hoang-tschi,  Sse-tiao,
dem  grossen  Thsin  und  Je-nan.
In  den  Angaben  über  merkwürdige  Dinge  des  südlichen  Landstriches ­
  heisst  es:
Der  Bergkrystall  ist,  was  den  ursprünglichen  Stoff  betrifft,  ein
Stein.  Wenn  man  aus  ihm  Geräthe  verfertigen  will,  so  bearbeitet
man  ihn  mit  natürlicher  Asche.  Die  natürliche  Asche  hat  das  Aussehen ­
  der  gelben  Asche.  Sie  wächst  an  den  Ufern  des  südlichen
Meeres,  und  man  kann  auch  mit  ihr  Kleider  waschen.  Bei  ihrem
Gebrauche  hat  man  nicht  nöthig  zu  begiessen,  sondern  man  wirft  sie

■)  Aus  dem  Buche  der  Tsin.
3 )  Der  Büffel  von  ü  ist  ein  Wasserbüffel.  Die  Länder  des  Südens  sind  sehr  heiss,  und
der  Wasserbüffel  fürchtet  die  Hitze.  Wenn  er  den  Mond  sieht,  glaubt  er.  es  könne
dies  die  Sonne  sein,  und  er  keucht  desshalb.  Fen  war  der  Enkel  des  grossen
ßeruhigers  Tschung.
Sitzb.  d.  phil.-hist  CI.  LVI1I.  Bd.  111.  Hft.

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