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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

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P  f  i  z  in  a  i  e  r

und  dem  Weibe  nicht  naht.  Dieselben  sind  zur  Hälfte  schwarz,  zur
Hälfte  weiss.
Die  trüben  und  bespülten  Muscheln  bewirken,  dass  der  Mensch
leicht  erschrickt  und  sich  mit  Jünglingen  nicht  befreundet.  Dieselben
besitzen  gelbe  Lippen,  Zähne  mit  Punkten  und  einen  hellrothen  harten
Stoff.
Die  Eidechsenmuscheln  verursachen  Krankheiten  und  Weeliselfieber.
  Dieselben  besitzen  eine  schwarze  Nase  und  sind  ohne  Haut.
Die  reinweissen  Muscheln  bewirken,  dass  die  Leibesfrucht  des
Menschen  sich  auflüst.  Man  zeige  sie  keinem  schwangeren  Weibe.
Dieselben  besitzen  einen  hellrothen  Gürtel  und  ein  durchdringendes
Rückgrath.
Die  aufgeweckten  Muscheln  bewirken,  dass  der  Mensch  leicht
vergisst.  Man  nähere  sie  keinem  Feuer.  Dieselben  besitzen  an  der
inneren  Schale  hellrothe  Fäden.
Die  trunkenen  Muscheln  bewirken,  dass  die  Jünglinge  blödsinnig,
die  Mädchen  unzüchtig  sind.  Dieselben  besitzen  grüne  Lippen  und
eine  hellrothe  Nase.
Die  lasurblauen  Muscheln  bewirken,  dass  die  Menschen  stehlen.
Dieselben  besitzen  über  dem  Rückgrath  Fäden  und  haben  krumme
Lippen.  Wenn  es  regnet,  sind  sie  schwer.  Wenn  es  zu  regnen  aufhört, ­
  sind  sie  leicht.
Die  gekrümmten  Muscheln  bewirken,  dass  das  Gemüth  stark
wird.  Wenn  man  in  der  Nacht  wandelt,  unterdrücken  sie  die  irreführenden ­
  Dämonen,  die  Wölfe,  Leoparden  und  die  hundert  wilden
Thiere.  Es  sind  die  Muscheln  mit  hellrother  Mitte.  Wenn  es  regnet,
sind  sie  leicht.  Wenn  es  zu  regnen  aufhört,  sind  sie  schwer.

Bernstein.
Das  Kuang-ya  sagt:
Der  Rernsteiu  ist  eine  Perle  und  wächst  in  der  Erde.  Über  und
neben  ihm  bringt  der  Boden  keine  Pflanzen  hervor.  Die  geringste
Tiefe  beträgt  fünf  Schub,  die  grösste  Tiefe  beträgt  acht  bis  neun
Schuh.  Er  hat  die  Grösse  eines  Masses  von  zehn  Nösseln.  Man
schneidet  die  Haut  weg  und  bringt  den  Bernstein  zu  Wege.  Derselbe ­
  gleicht  anfänglich  dem  Leime  des  Pfirsichbaumes.  Indem  er
erstarrt  und  fest  wird,  bildet  er  sich.  Die  Menschen  der  Gegend
gebrauchen  ihn  als  Kopfkissen.  Er  kommt  aus  dem  Districte  Pö-nan.
            
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