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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

Beiträge  zur  Geschichte  der  Edelsteine  und  des  Goldes.  189
Womit  bezeichne  ich  Abschied  und  Trennung?  Ich  nehme  jene
zweispaltige  Haarnadel  von  Schildkrötenschuppen.

Das  Tü-hien  übergebene  Schreiben  von  Puan-ku  sagt:
Der  glänzende  Heerführer  beschenkte  Ku-kiao  mit  Haarnadeln
von  Schildkrötenschuppen.
Das  den  Weibern  übergebene  Schreiben  von  Kao-wen-hoei
sagt:
Ich  schaffe  jetzt  einen  Kamm  von  Schildkrötenschuppen  herbei.

Muscheln.
Das  Schue-wen  sagt:
Die  Muscheln  sind  Schalthiere  des  Meeres.  Ehemals  machte
man  die  Muscheln  zu  einem  Tauschmittel  und  die  Schildkröten  zu
einer  Kostbarkeit.  Bis  zu  den  Tscheu  waren  sie  gangbar.  Erst  zu
den  Zeiten  von  Thsin  schaffte  man  die  Muscheln  als  Tauschmittel  ab.
In  dem  Tribute  Yü’s,  Buch  der  Schang,  wird  gesagt:
Der  Landstrich  Yang  an  dem  Hoai  und  an  dem  Meer,  seine
Körbe  sind  Muscheln  der  Gewebe  *).
Das,  Buch  der  Tscheu  sagt:
Die  grossen  Muscheln  und  die  grossen  Trommeln  befinden  sich
in  den  westlichen  Gemächern.
In  der  Deutung  des  Sinnes  des  Mao-schi  heisst  es:
Die  Muscheln  sind  eine  Art  Meerschildkröten.  Es  gibt  auch
purpurne  Muscheln.  Deren  weisser  Stoff  ist  gleich  dem  weissen
Edelsteine  und  purpurne  Punkte  bilden  Streifen,  die  in  fortlaufenden
Reihen  zu  einander  passen.  Die  grossen  haben  im  Durchmesser  einen
Schuh  sechs  Zoll.  Gegenwärtig  gebraucht  man  sie  in  Kieu-tschin  und
Kiao-tschi  als  Becher  und  Schüsseln  und  betrachtet  sie  als  kostbare
Gegenstände.
Das  Ni-ya  sagt:
Die  Muscheln,  die  sich  auf  dem  festen  Lande  befinden,  heissen
Pao.  Die  sich  in  dem  Wasser  befinden,  heissen  Han.  Die  grossen
J )  Der  in  „Muscheln  der  Gewebe“,  d.  i.  in  buntgestreiften  Seidenstoffen  bestehende
Tribut  wird  in  länglichrunden  Körben  dargebracht.
            
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