Beiträge zur Geschichte der Edelsteine und des Goldes.
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Der Kaiser befahl, sie an der Vorderseite der Vorhalle zu pflanzen
und nannte sie: die weiblichen Korallen. Plötzlich standen eines
Morgens Zweige und Blätter im vollsten Schmucke. Endlich, zu den
Zeiten des Kaisers Ling, starb der Baum ah. Alle glaubten, dass das
Haus der Han zu Grunde gehen und verschwinden werde.
Die Korallen wachsen in dem Meere. Wenn man sie erbeuten
will, verfertigt man früher ein Eisennetz und versenkt es bis auf den
Boden des Wassers. Die Korallen durchbohren das Netz, indess sie
wachsen. In einem Jahre erreichen sie eine Höhe von zwei bis drei
Schuhen. Sie besitzen Äste, aber keine Blätter, und ihre Gestalt hat
Ähnlichkeit mit einem kleinen Baume. Man schnürt hierauf das Netz
zusammen und zieht es heraus. Die Korallen sind zerbrochen und
befinden sich in dem Netze *).
Die vorzüglichsten Korallen sind „die Pfeiler des kaiserlichen
Wagens“. Dieselben kommen von dem Boden des westlichen
Meeres *).
Die Geschichte von Yuen-tschung sagt:
Die Korallen stammen aus dem westlichen Meere des grossen
Thsin. Sie wachsen in dem AVasser über den Steinen. Wenn sie
zu wachsen beginnen, sind sie weiss. In einem Jahre sind sie gelb.
In drei Jahren sind sie roth. In vier Jahren werden sie von Insekten
zerfressen und gehen zu Grunde.
Das von Sse-ma-siang-ju verfasste bilderlose Gedicht auf
Schang-lin sagt:
Feuerperlen, Lasurstein und Korallen wachsen in Büschen.
Das von Puan-ku verfasste bilderlose Gedicht auf die beiden
Hauptstädte sagt:
Auf den Bäumen der Korallen sitzen Hühner von Lasur.
Das von Fu-yuen verfasste bilderlose Gedicht auf die purpurnen
Blumen sagt:
Die Strahlen sind von ungleicher Länge und leuchten hell.
Welche Lieblichkeit d,es Glanzes ist bei der Gestalt unmöglich? Die
*) Das Buch der Mitte des Meeres.
2 ) Kuang-tschi.
Sitzb. d. pbil.-hist. CI. EVIII. Bd. III. Eft. 13
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