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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

Uber  Ablasslafeln.

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Auch  unsere  Ablasstafel  weist  Bilder  nach,  und  zwar  auf  dem
rechten  Flügel  oben  eine  Annuntiatio  und  unten  den  reihen  brandenburgischen
  Adler  im  weissen  Felde  mit  dem  Deutschordenskreuze
auf  der  Brust,  und  auf  dem  linken  oben  die  Madonna  mit  dem  Kinde
und  Anna  und  unten  das  Hochmeisterkreuz.  Zwischen  den  Bildern  ist
auf  einem  angeklebten  Pergamente  eine  Art  von  Inhaltsanzeige  in
deutscher  und  lateinischer  Sprache  der  in  der  Tafel  selbst  enthaltenen ­
  Indulgenzen.
Sie  lautet:
„Summa  dess  Ablass  der  Teutschen  herren  Spitals  vnser  lieben
Frawen  zu  Jherusalem  (rotb).
Zum  Ersten:  Vnsere  Gotzhewser  haben  alle  Gnad,  Gaben  vnd
Freybeyten,  die  do  haben  die  prueder  des'  Spytals  sannkt  Johannis
zu  Jherusalem.  (Im  lateinischen  Texte  wird  noch  der  Templer-Ablässe ­
  erwähnt,  die  im  Deutschen  verschwiegen  sind.)
Item  Innocencius  der  viert  hat  miss  geben  die  Freyheit:  ob
unrecht  gewonnen  giitter  unnserem  Orden  geben  würden,  so  man  nif
weiss,  die  recht  treiben,  so  werden  sy  recht  gefertiget,  vnd  wir
mögen  selbe  giitter  zu  der  Eer  gottes  vnd  Verhierung  des  glauhens
anfnemen.  Item  zerbrochne  Gliib  durch  den  Pischof  verwandelt,
mögen  wir  riegen  ....  ausgenommen  das  gelüb  gen  Jherusalem.
Item  do  ir  interdicit  wer,  mögen  wir  vnsere  mitprüder  nach  gewonbeit
  begraben,  ausgenummen  die  offnen  Wucherer  vnd  auch  die  im
Pann  seyn.  Item  von  den  namhafftigen  oder  heyligen  tagen  findest
du  in  dieser  tafel,  aber  alle  andern  tag,  durch  das  gancz  jahr,  hast
du  täglich  hundert  vnd  fünf  tag  ablass.  Item  acht  päbst  haben  geben,
ein  yeder  in  sunderhait,  den  sibenden  tayl  Vergebung  aufgessetzter
puess.  Item  fünf  Päbst,  ein  yeder  in  sunderhait,  last  ab  den  vierten
tail  aufgeseezter  puess.  Item  Bapst  Honorius  der  dritt,  vnd  auch
Honorius  der  (viert),  hat  verheissen  ablass  aller  sündt  allen  denen,
die  mit  Bat,  oder  hylff  vnsz  leysten  vnd  thun  wider  die  Vnglaubigen.
Item,  von  den  heyligen  Päpsten:  demente  dem  vierten,  Honorio  dem
dritten,  Alexandro  dem  vierten,  vnd  auch  von  anderen  Päbsten  wird
geben  der  siebend  tayl  Vergebung  der  sündt,  welche  vnss  täglich
hilff  raychen,  welche  aber  dargehen  Ross,  Waffen  etc.  den  dritten
tayl  Vergebung  der  sünden,  vnd  die  sich  selber  vnd  auch  ire  gütler
vnnss  übergeben,  Ablass  aller  sündt  von  pein  und  schuldt.“  Der  lateinische ­
  Text  setzt  noch  hinzu:  „Qui  autem  se  et  sua  (ordirii  conferunt)
            
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