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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

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M  u  s  s  a  f  i  a

Auch  ein  vorangehendes  r  pflegt  i  zu  u  oder  e  zu  trüben:
rudü  (rideo),  rupe  (ripa),  ruu  (rivus).
42.  E  wird  gewöhnlich  zu  i:
tu  offener  Sylhe:
bitte  (bene)  nime  nimene  (nemo  neminem)
eine  (coenu)  tzine  (tenet)
ginere  (generum)  eine  (venit)
nlinu  (ad-len-o)  eineri  (vetteris  [dies])
Suffix  -enus:  plinü  (plettus),  veninu  verinü  (venenum).
Pronomina  mitte,  tine,  sine  (me,  te,  se  mit  paragogischem  ne).
In  geschlossener  Sylbe:
argintu  (argentum)  mintzü  (mentio-r)
dinte  (dentem)  timpü  (tempus)
linte  (lentem)  simtzü  (sentio)
minie  (meutern)
Suffix  -entern:  ferbinte  (ferventem),  perinte  (purentern).
Suffix  -entia:  putintze  (potentia),  stibitze  (scientia).
Die  Gerundia  der  II.  und  III.  lat.  Conjug.  gehen  auf  undü,  worin
Einwirkung  der  I.  Conjug.  erblickt  werden  darf:  liezundu  (cadetulo),
  zekuudü  (jacendo)',  cerundü  (quuerettdo),  scotzundu
(excutiendo).  —  Aus  tempern  wird  tumple  (Schläfe),  aus  templutn
  (griechisch  ripnlov  „die  Vorderseite  des  Altars“)  tumple  Plur.
tumple  43 ).
43.  Auch  sonst  wird  e  vor  n  zu  u,  aber  mit  einer  besonderen
Einschränkung  .  Während  nämlich  alle  anderen  vier  Vocale  die  Neigung ­
  zeigen,  sich  ganz  unabhängig  von  dem  Vocale  der  folgenden  Sylhe
vor  tt  zu  u  zu  trüben,  wird  e  in  der  Regel  nur  dann  zu  u,  wenn  die
folgende  Sylbe  keinen  hellen  Vocal  (e,  i)  enthält.  Und  so  bemerkt
man  oft,  dass  in  verschiedenen  Formen  eines  und  desselben  Wortes
sich  bald  u,  bald  i,  je  nach  der  Beschaffenheit  des  folgenden  Vocals
findet.  Die  Formel  ist:
en.  .  .  e,  i,  =  in
en..  .u  (u),  e  —  un 44 )

4S )  Vor  d  bemerke  man  hudü  hude  aus  foedus.
Der  Vocal  a  weist  ein  derartiges  vereinzeltes  Beispiel:  aus  sanctus  suntü  suiite,  im
Plur.  aber  sinte  sintzi.  Eben  so  in  der  Form  sfuntü  (eine  Verquickung  von  lat.
au  nctuts  und  slav.  avet)  5funte,  sfintzi  sfinte.
            
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