Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

Zur  rumänischen  Yocalisation.

12s

Zur  rumänischen  Vocalisation.
Von  dem  c.  M.  A.  Mussafia.
Die  rumänische  Vocalisation  weist  manche  Eigenthümlichkeiten
auf,  welche  ihren  Grund  besonders  darin  finden,  dass  in  dieser
Sprache  mehr  als  in  irgend  einem  romanischen  Idiome  die  Gestalt
des  Vocals  dem  Einfluss  des  vorangehenden  oder  nachfolgenden  Consonanten
  oder  Vocals  oder  auch  des  in  der  folgenden  Sylbe  enthaltenen ­
  Vocals  unterworfen  ist.  Ich  bringe  hier  drei  Erscheinungen  zur
Sprache,  die  mir  einer  ausführlicheren,  ins  Einzelne  gehenden  Erörterung ­
  werth  erscheinen.  Bei  meinerUntersuchung  beschränke  ich  mich
auf  den  lateinischen  Bestandtheil  der  Sprache,  als  auf  jenen  den
ich  mit  Sicherheit  beurtheilen  kann  i).
I.  Diphthongierung  von  betontem  o  und  e.
&.  Betontes  o  —  öa-1.
  Betontes  o,  dem  e  oder  e  folgt,  wird  offen  und  breit  augesproehen;
  es  hört  sich  wie  oa  (mit  dem  Accente  vorzugsweise  auf  dem  o)
und  wird  so  auch  am  besten  bezeichnet.  Die  Formel  lautet  demnach:
ö  ...  e,  e  ==  oa,
6  ...  i  (i),  u  (u)  —  6  2 )
*)  Ich  verdanke  viel  den  einheimischen  Grammatikern,  unter  welchen  ich  Moinar,
Cipariu  und  Pumnul  besonders  hervorheben  will.  Mündliche  Mittheilungen  von
Seite  einiger  meiner  Zuhörer  leisteten  mir  ebenfalls  dankenswerthe  Hilfe.
2 )  Noatinü  (annotinus)  und  soarice  (soricem)  scheinen  oa  vor  folgendem  i  zu  haben;
indessen  ist  ?  der  vorletzten  Sylbe  von  Proparoxytona  immer  einem«?  gleich  (ferece,
limpede,  oau\fni,  pur  ec  e,  puntece  u.  s.  w.),  so  dass  noatenü  soarece  als  die  gemeinten ­
  Formen  anzusehen  sind.  Letztere  kommen  in  der  That  mehrfach  vor.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.