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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 58. Band, (Jahrgang 1868)

Reicht!)um  und  Armuth  in  dem  alten  China.

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die  aufgestellten  Trommeln  zu  rühren,  die  grossen  Glocken  zu
schlagen.  Jetzt  erst  erkannte  man,  dass  man  sich  der  Kriige  schämen
müsse.
In  dem  Buche  der  vermischten  Wege  (tsä-tao-schu)  heisst  es:
An  dem  Fusse  des  Berges  Ti-schi  (der  Berg  der  Erdlunge)
wächst  eine  Pflanze,  deren  Name  Kieu-khiung  (die  Bettung  von  dem
Elend).  Dieselbe  gleicht  dem  Bambus  und  verdorrt  weder  im  Winter
noch  im  Sommer.  Wenn  man  sie  pflückt  und  verzehrt,  kann  man  die
Brodfrucht  entbehren  und  braucht  nicht  zu  essen.  Sie  bringt  bei  dem
Menschen  das  lange  Leben  zu  Wege.  Wenn  man  sie  dreissig  Tage
einnimmt,  erreicht  man  im  Gehen  ein  laufendes  Pferd.
In  dem  bilderlosen  Gedichte  des  elenden  Vogels  von  Tscliao-yl
heisst  es:
Es  gibt  einen  elenden  Vogel.  Er  legt  die  Flügel  zusammen  auf
der  Hochebene  und  in  der  Wildniss.  Netze  und  Seile  nähern  sich
ihm  von  oben,  Maschinen  und  Fallgruben  befinden  sich  unter  ihm.
Vor  sich  sieht  er  den  grasgrünen  Sperber,  hinter  sich  wird  er  von
daherjagenden  Männern  bedrängt.  Die  Kugelarmbrust  mit  der  Schnur
wird  gespannt  zu  seiner  Rechten,  der  Bogen  des  Schützenmeisters*
wird  gespannt  zu  seiner  Linken.  Fliegende  Kugeln,  Pfeile  an  Schnüren ­
  vermengen  und  sammeln  sich  bei  ihm.  Gedenkt  er  zu  fliegen,  so
kommt  er  nicht  dazu.  Will  er  singen,  so  kann  er  dieses  nicht.  Erhebt
er  sein  Haupt,  so  fürchtet  er,  anzustossen.  Bewegt  er  den  Fuss,  so
fürchtet  er,  zu  Boden  zu  fallen.  Sein  Inneres  ist  blos  voll  Furcht
und  Aufregung,  es  ist  bald  Eis,  bald  Feuer.
Khung-tse  biess  Yen-yuen  die  Zügel  ergreifen  und  gelangte
über  die  Umgebungen  von  Kuang  hinaus.  Khung-tse  hatte  in  seinem
Äusseren  Ähnlichkeit  mit  Yang-hu,  und  man  glaubte,  dass  dieser  jetzt
wieder  zurückgekommen  sei.  Die  Menschen  gingen  einer  dem  anderen ­
  voran  und  schlossen  Khung-tse  ein.  Die  Einschliessung  hörte
durch  mehrere  Tage  nicht  auf,  und  seine  Jünger  hatten  die  Farbe
des  Hungers.  Khung-tse  blickte  zum  Himmel  und  sprach  seufzend:
Der  Weise  ist  gewiss  auch  elend!
Tse-lu  hörte  die  Worte  Khung-tse's,  wie  sie  schmerzbewegt
waren.  Er  gerieth  in  einen  heftigen  Zorn,  riss  die  Augen  auf  und
zog  das  Schwert.  Seine  Stimme  glich  den  Glocken  und  den  Trom-
            
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