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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zur  Geschichte  der  Perlen.

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In  den  Denkwürdigkeiten  von  ungewöhnlichen  Dingen  des  Kreises ­
  Nan-tscheu  von  Wan-schin  wird  gesagt:
In  Hö-pu  gibt  es  Leute  des  Volkes,  welche  es  verstehen,  im
Umherwandeln  Perlen  zu  fischen.  Kinder  von  zehn  Jahren  erhalten
Unterricht,  wie  sie  in  das  Wasser  tauchen  und  Perlen  suchen  können.
Die  Obrigkeiten  verboten  dem  Volke  das  Fischen  der  Perlen.  Die
geschickten  Diebe  knieten  auf  dem  Boden  des  Wassers  nieder  und
spalteten  die  Muscheln.  Wenn  sie  eine  gute  Perle  gefunden  hatten,
verschluckten  sie  dieselbe  und  kamen  wieder  aus  dem  Wasser  hervor.
In  der  Geschichte  des  Kreises  Kuang-tscheu  von  Fei-schi
heisst  es:
Die  Augen  des  Wallfisches  sind  Perlen  des  glänzenden  Mondes.
Deswegen  sieht  man,  wenn  er  todt  ist,  an  ihm  keinen  Augapfel.
In  der  Geschichte  der  Provinz  Lin-yl  wird  gesagt:
Die  hochstehenden  Familien  und  einzelne  Menschen  in  dem
Kreise  Hoang-tscheu  sind  sehr  reich.  Sie  besitzen  viele  glänzende
Perlen  und  verschiedene  Kostbarkeiten.
In  den  Nachrichten  von  den  Kostbarkeiten  lautet  die  auf  den
König  von  Wei  bezügliche  Stelle  vollständig:
Hoei,  König  von  Liang  i),  hatte  einen  Zusammenkunft  mit  Wei,
König  von  Tsi.  Er  hielt  eine  Jagd  in  Liang  und  fragte:  Besitzt  der
König  von  Tsi  auch  Kostbarkeiten?  —  König  Wei  sprach:  Er  besitzt
keine.  —  Der  König  von  Liang  sprach:  Wenn  mein  Reich  klein  ist
und  dennoch  Perlen  im  Umfange  von  mehr  als  einem  Zoll  besitzt,  von
denen  je  zehn  die  Vorderseite  und  die  Rückseite  von  zwölf  Wagen
beleuchten,  auf  welche  Weise  sollte  da  ein  Reich  von  zehntausend
Wagen  keine  Kostbarkeiten  besitzen?
König  Wei  sprach:  Indem  ich  etwas  für  kostbar  halte,  bin  ich
anderer  Meinung  als  der  König.  Ich  besitze  Tan-tse.  Wenn  ich  diesen
die  Mauern  des  Südens  bewachen  lasse,  so  haben  die  Menschen  von
Tsu  nicht  den  Muth,  zu  plündern  und  im  Osten  etwas  wegzunehmen.
Die  zwölf  Lehensfürsten  an  den  Ufern  des  Sse.  erscheinen  an  dem
Hofe.  Unter  meinen  Dienern  besitze  ich  I-tse.  Wenn  ich  diesen  das
Gebiet  Kao-thang  bewachen  lasse,  so  haben  die  Menschen  von
Tscliao  nicht  den  Muth,  östlich  in  dem  Flusse  zu  lischen.  Unter
meinen  Angestellten  besitze  ich  Kien-fu.  Wenn  ich  diesen  die  Land-!

 )  Wei  und  Liang-  hatten  damals  gleiche  Bedeutung.
            
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