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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zur  Geschieht«  der  Perlen.

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Orten,  die  der  Glanz  erreicht,  gibt  es  kein  Gift  von  Schlangen,
Riesenschlangen,  Insekten  und  Würmern.  Die  Insektenperlen  sind  von
sieben  Farben  und  häufig  roth.  Sie  haben  sechs  Füsse,  zwei  Augen.
An  der  Stelle  der  Augen  befinden  sich  Mörser  gleich  der  Nase  der
eisernen  Ameisen.  Die  Muschelperlen  sind  von  fünf  Farben.  Sie  verbreiten ­
  in  der  Nacht  einen  Glanz  auf  mehrere  Schritte.  Die  fleckenlosen ­
  sind  die  erste  Gattung.  Diejenigen,  welche  Flecken  besitzen,
sind  die  letzte  Gattung.  Die  Muschelperlen  wachsen  in  dem  Bauche
der  Muschel.  Sie  werden  mit  dem  Monde  voll  und  nehmen  wieder  ab.
Die  Schlangenperlen  werden  von  der  Schlange  zur  Stelle  gebracht.
Die  Perlen  des  Lehensfürsten  von  Sui  und  diejenigen  Kuai-san’s  sind
die  nämlichen.
Man  fragte  ihn  wieder  um  die  Unterschiede  der  Perlen  der
Schlangen  und  der  Störche.  Er  antwortete:  Man  lasse  diese  es  selbst
erkennen.  —  Der  Kaiser  befahl  dem  Fürstensohne  Khie,  unter  den
verschiedenartigen  Perlen  zwei  Mass  Perlen  der  Schlangen  und  Störche
zu  bezeichnen.  Man  streute  sie  vor  demVorhofe  aus.  Man  nahm  hierauf ­
  mehrere  Zehende  grosser  gelber  Schlangen,  eine  gleiche  Anzahl
Hausstörche  und  stellte  sie  zwischen  die  Perlen.  Sofort  nahmen  die
Störche  ihre  Perlen  in  den  Schnabel,  tanzten  und  wandelten  umher.
Die  Schlangen  nahmen  ihre  Perlen  in  den  Mund,  krümmten  und  drehten
sich.  Unter  den  Fürsten,  welche  dem  Schauspiele  zusahen,  war  keiner,
der  nicht  in  Rufe  des  Erstaunens  ausgebrochen  und  überzeugt
gewesen  wäre.
Der  Kaiser  nahm  die  dem  Wunsche  entsprechenden  Perlen,  die
Schlangen 7 ,  Insekten-  und  andere  Perlen  wieder  hervor  und  untersuchte, ­
  wie  weit  ihr  Glanz  reiche.  Die  Unterschiede  waren  siebenmal ­
  neun  an  der  Zahl  und  alles  verhielt  sich  so  wie  der  Fürstensohn
Khie  es  gesagt.
In  der  Geschichte  des  Kreises  King  von  Sching-hung  heisst  es:
Iu  den  Steinen  häufen  sich  Edelsteine  und  geben  seinen
Sandhügeln  feuchten  Glanz.  Der  Han  trägt  in  dem  Munde  Perlen  und
verleiht  seinen  Marken  Reinheit.
In  den  Denkwürdigkeiten  der  zwölf  Kreise  von  Yen-yin  wird
gesagt:
Das  Reich  Seng-khiang-tie  liegt  im  Süden  von  Thien-tschö.
Daselbst  befinden  sich  über  dreitausend  Tempel  Buddha's.  In  dem  Lande
gibt  es  göttliche  Perlen  und  Edelsieine  von  Fei-schi.  Der  Glanz
            
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