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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zur  (jeschichte  der  Perlen.

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Der  Kaiser  fragte  Tung-fang-so.  So  sprach:  Auf  dem  Boden
des  Flusses  gibt  es  Höhlen,  deren  Tiefe  mehrere  hundert  Klafter
beträgt.  In  ihnen  lebt  eine  rothe  Biene.  Dieselbe  bringt  diese  Perlen
hervor.
In  den  Verzeichnissen  des  Dunklen  und  Hellen  heisst  es  ferner:
Warig-tschün  berief  U-meng  zu  sich.  Meng  gelangte  zu  der
Mündung  des  Stromes  und  trat  in  das  Wasser.  Man  befahl  den  Leuten
des  Schiffes,  das  Schiff  vorwärts  zu  treiben.  Als  man  nach  Ta-lui
gelangte,  sah  man  Meng,  der  in  dem  Wasser  einherging.  Er  kehrte
von  Nordosten  zurück.  Die  Schüler  in  dem  eutgegenziehenden  Schiffe
fragten  ihn  um  die  Ursache.  Meng  sagte,  der  Wassergott  habe  mehrmals ­
  hohe  Wellen  aufgethürmt  und  ihm  auf  dem  Wege  geschadet.
Endlich  habe  er  ihm  versprochen,  sie  zu  bändigen  und  habe  ihm  zur
Beglaubigung  eine  Handvoll  echter  Perlen  gegeben.
In  der  Geschichte  der  drei  Thsin  heisst  es:
In  dem  Grabhügel  des  Kaisers  des  Anfangs  bildete  man  aus  den
in  der  Nacht  glänzenden  Perlen  die  Sonne  und  den  Mond.  In  der  Vorhalle ­
  hängte  man  die  Perlen  des  leuchtenden  Mondes  auf.  Dieselben
verbreiteten  Tag  und  Nacht  glänzendes  Licht.
ln  dem  besonderen  Verzeichnisse  der  drei  Schutzwehren  (sanfu-kiue-lö)
  heisst  es:
In  dem  Teiche  Kuen-ming  befindet  sich  ein  Gott.  Der  Teich
steht  in  Verbindung  mit  der  Hochebene  des  weissen  Hirsches.  Ein
Mensch  angelte  Fische.  Seine  Angelschnur  riss  und  ging  verloren.
Es  träumte  ihm,  dass  er  von  dem  Kaiser  Wu  von  Han  den  verlornen
Angelhaken  begehren  solle.  Am  nächsten  Tage  vergnügte  sich  der
Kaiser  an  dem  Teiche.  Er  sah  einen  grossen  Fisch,  der  in  dem  Munde
eine  Schnur  hielt.  Der  Kaiser  sprach:  Sollte  dies  das  Traumgesicht
sein?  —  Er  nahm  die  Schnur  und  liess  den  Fisch  los.  Nach  drei
Tagen  fand  er  an  dem  Ufer  des  Teiches  ein  paar  glänzende  Perlen.
Der  Kaiser  sprach:  Sollte  dies  die  Vergeltung  des  Fisches  sein?
In  den  in  die  Liebe  zu  dem  Fernen  versenkten  Denkwürdigkeiten
des  südlichen  Yue  (tschin-lioai-yuen-nan-yue-tschi)  wird  gesagt:
Es  gibt  neun  Gattungen  Perlen.  Nach  ihrer  Grösse,  welche  fünf
Linien  und  darüber  bis  einen  Zoll  und  acht  Linien  beträgt,  theilt  man  sie
in  acht  Gattungen.  Diejenigen,  die  ein  glänzendes  Farbenspiel  zeigen,
auf  einer  Seite  eine  kleine  Fläche  besitzen  und  Ähnlichkeit  mit  einem
umgestürzten  Kessel  haben,  heissen  mit  Namen:  Perlen  der  Ohrge-
            
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