tauchen und Perlen sammeln. Sie kennen weder die Höhe des Berges
noch die Tiefe des Meeres.
In den vielseitigen Denkwürdigkeiten der Dinge heisst es:
Ein Rochenmensch ') kam aus dem Wasser und kehrte in dem
Hause eines Menschen ein. Er verkaufte durch eine Reihe von Tagen
glatte Seidenstoffe. Im Begritfe, sich zu entfernen, verlangte er von
dem Wirthe ein Gefiiss. Er weinte und seine Thränen verwandelten
sich in Perlen. Als sie eine Schüssel füllten, gab er sie dem Wirthe.
ln denselben Denkwürdigkeiten wird gesagt:
An dem fünften Tage des fünften Monats nimmt man die Häupter
grüner Grillen. Wenn sie in die Erde vergraben werden, verwandeln
sie sich in grüne Perlen.
In den vermischten Gegenständen von W r ang-lang heisst es:
Tsiao-seng bat um eine Gnade. Sie wurde ihm verweigert.
Seng hatte noch kein Weib. Er schloss sich an U-hoan und verkaufte
Damascenerpflaumen. Ngo 3 ) gab ihm für die Gattin ein Paar goldene
Ohrringe, vier Stück Perlen, zwei Paar Ohrgehänge von Perlen und
dreissig Paar Perlen. Hierzu kam eine Mass echter Perlen von mittlerer
Güte.
In den Thaten der vier Könige von Lu-tschin s) wird gesagt:
Tschang-fang drohte mit Gewalt. Der Kaiser verlegte den Sitz
seiner Herrschaft nach Westen. Er besass in seinem Hause kostbare
Gegenstände. In einer höchsten Verkündung wurde beföhlen, dass
der Heerführer der Rechten sie auf Wagen laden solle. Hierauf entsandte
man die Männer des Kriegsheeres. Über achttausend Männer
zogen die Gegenstände durch drei Tage auf Wagen und waren damit
noch immer nicht zu Ende. Man berechnete diese echten Perlen auf
mehr als hundert Scheffel.
In denselben Thaten der vier Könige wird gesagt:
Zur Zeit als Kaiser Hoei nach Tschang-ngan übersiedelte, befanden
sich in den kaiserlichen Versammlungshäusern über hundert
Scheffel grosser Perlen und Ohrgehänge von Perlen.
l ) Die Rochenmenschen sind ein Volk, von welchem man glaubt, dass es in der Tiefe
des Meeres wohnt.
i ) Diese Erzählung ist augenscheinlich gekürzt, daher selbst die Namen der Personen
nicht vollständig angegeben sind.
Lu-tschin-sse-wang-khi-sse.