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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zur  Geschichte  der  Perlew.

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mennigroth.  Er  heisst  mit  Namen  Tsang-tschü  (die  Perlen  Verwahrend). ­
  So  oft  er  singt  und  die  Flügel  regt,  speit  er  Verschiedenartige ­
  Perlen  aus,  die  scheffelweise  über  einander  liegen.  Die  Unsterblichen ­
  schmücken  sich  gewöhnlich  mit  dem  Überfluss  derselben.
Die  unteren  Kleider  der  Unsterblichen  sind  leicht  und  verbreiten
einen  hellen  Glanz  bei  dem  Lichte  der  Sonne  und  des  Mondes.
In  den  vermischten  Erzählungen  der  westlichen  Hauptstadt^)
wird  gesagt:
Kao-tsu  schlug  einer  weissen  Schlange  das  Haupt  ab.  An  seinem
Schwerte  befanden  sich  sieben  bunte  Perlen  und  neun  geblümte
Edelsteine  als  Zierathen.  Aus  zusammengelegtem  fünffarbigem  Glas  war
ein  Kästchen  gebildet  Wenn  sich  das  Schwert  in  diesem  Behältnisse
befand,  wiederglänzte  sein  Schimmer  noch  immer  in  dem  Wasser.
In  denselben  vermischten  Erzählungen  der  westlichen  Hauptstadt
wird  gesagt:
Für  die  Schlafgemächer  der  Erdhügel  Von  Han 3 )  verfertigte
man  Thürmatten  aus  Bambusrohr.  Die  Thürmatten  enthielten  Abbildungen ­
  von  Gewässern  und  bemalten  Schildkröten  und  Drachen.  Für
die  Vorhalle  von  Tschao-yang  verfertigte  man  Thürmatten  aus  eingewebten ­
  Perlen.  Wenn  der  Wind  wehte,  gaben  diese  'Thürmatten
einen  Ton  gleich  dem  Geklingel  der  an  dem  Gürtel  niederhängenden
Edelsteine  von  sich.
In  den  Überlieferungen  von  den  Unsterblichen  (lie-sien-tschuen)
heisst  es:
Tschü-tschung  war  ein  Perlenhändler  von  Kuei-ki  Zur  Zeit
der  Kaiserin  Kao  verschaffte  er  sich  dreizöllige  Perlen.  Er  begab
sich  zu  der  Thorwarte  und  reichte  sie  empor.  Die  Perlen  waren  über
die  Massen  schön.  Man  schenkte  ihm  Münzen  im  Werthe  von  fünfhundert ­
  Pfunden  Goldes.  Die  Kaisertochter  von  Lu-yuen  erlaubte
ihm,  Einkäufe  im  Betrage  von  siebenhundert  Pfunden  Goldes  zu
machen.  Tschü-tschung  machte  ihr  ein  Geschenk  von  vierzölligen
Perlen,  die  er  unter  die  Thorwarte  brachte.  Nachdem  er  sich  entfernt, ­
  überreichte  er  zur  Zeit  des  Kaisers  King  wieder  ein  Geschenk
von  mehreren  Zehenden  dreizölliger  Perlen.  Hierauf  entfernte  er  sich,
und  man  wusste  nicht,  wohin  er  gegangen  war.

1)  Si-king-tsä-ki,  die  vermischten  Erzählungen  der  Mutterstadt  des  Westens.
2 )  Die  Erdhügel  (ling)  waren  neu  erbaute  Städte.
Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  LVI1.  ßd.  111.  Hft.  42
            
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