Beiträge zur Geschichte der Perlen. 639
In den Darlegungen des Alterthums und der Gegenwart (ku-kintscliüj
heisst es: *
Zu den Zeiten des Kaisers Tscliang, im ersten Jahre des Zeitraumes
Yuen-ho (84 n. Chr.) kamen glänzende Perlen aus Kuan-tao.
Dieselben waren yon der Grösse der Damascenerpflaumen und besassen
hellen Lichtglanz.
Im dritten Jahre desselben Zeitraumes (86 n. Chr.) kamen Perlen
des glänzenden Mondes aus Yü-tschang und Hai-hoen. Dieselben
waren von der Grösse der Hühnereier und hatten im Umfange vier
Zoll acht Linien.
Im ersten Jahre des Zeitraumes Tschang-ho (87 n. Chr.) waren
es grosse Perlen von Yö-lin, deren Umfang drei Zoll betrug.
Zu den Zeiten des Kaisers Ho, im fünfzehnten Jahre des Zeitraumes
Yung-yuen (103 n. Chr.) fanden unterworfene Leute des
Volkes von Yö-lin grosse Perlen, die im Umfange fünf Zoll und mehr
als sieben Linien massen.
In den Erwähnungen der Tiefe und Dunkelheit von Kö-tse-hung
(Ko ’-tse-hung-thung-ming-ki) heisst es:
Der Kaiser erhob sich von Kan-tsiuen und erblickte in der Ferne
die Erdstufe des Windes. Auf der Höhe der Erdstufe fand er eine
weisse Perle, die gleich einer einzelnen Blume. Der Kaiser schmückte
damit den Deckel 0 der neun Blumen. Man sah sie von weitem wie
den leuchtenden Mond.
In der Erwähnung des Auflesens des Hinterlassenen von Wangtse-nien
heisst es:
Der Sohn des gelben Kaisers hiess mit Namen Tsing-yang. Derselbe
ist Schao-hao. Sein Name ist auch Tschi. Er erhielt das glückliche
Zeichen der weissenWolken, und man nannte ihn den weissen
Kaiser. Ein Vogel der glücklichen Vorbedeutung nahm in den Schnabel
glänzende Perlen und brachte sie in die Vorhalle. Schao-hao las die
Perlen auf und nahm sie in den Busen. Er liess durch sie die Welt
erleuchten und zur Unterwerfung bringen.
In derselben Erwähnung des Auflesens des Hinterlassenen wird
gesagt:
Zur Zeit des Königs Tschao von Yen erschienen schwarze
Vögel mit weissen Häuptern. Sie sammelten sich an dem Wohnsitze
1 ) Der Deckel ist die Blumenkrone.