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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r

Wenn  man  die  glänzenden  Perlen  als  Kugeln  gegen  das  fliegende
Wild  verwendet,  so  bekommt  man  sie  nicht  wieder.
In  den  Wagebalken  der  Erörterungen  (lün-hung)  heisst  es:
Zwischen  Himmel  und  Erde  ist  die  Art  der  Dinge  gegenseitig
verwandt.  Des  Wirklichen  und  Nichtwirklichen  ist  vieles.  Jenseits
des  Meeres  im  Südwesten  gibt  es  einen  Perlenhaum.  Wenn  man  ihn
untersucht,  so  sind  es  Perlen,  es  sind  aber  nicht  die  in  Fischen  befindlichen ­
  Perlen.  Die  Tage  der  Deeade  sind  gleichsam  der  Perlenbaum. ­
  Der  Perlenbaum  besteht  nicht  aus  reinen  Perlen.  Die  Deeade
hat  Ähnlichkeit  mit  den  Tagen,  es  sind  aber  keine  wirklichen  Tage.
In  denselben  Wagebalken  der  Erörterungen  wird  gesagt:
Der  Lehensfürst  von  Sui  verfertigte  Perlen  aus  Arzneistoffen.
Die  Seele  und  der  Glanz  war  wie  bei  den  echten.
In  den  Wagebalken  der  Erörterungen  heisst  es  ferner:
Wenn  der  Mensch  erkannt  hat,  daß  sein  Loos  Reichthum  und
Ehre,  so  bleibt  er  in  Verborgenheit  und  wartet  darauf.  Er  hat  nicht
nothwendig,  sich  mit  dem  Leibe  anzustrengen  und  es  zu  suchen.  Es
ist  gleichsam  wie  bei  der  Perle,  die  sich  in  den  Bergen  befindet  und
nicht  trachtet,  dass  sie  hochgeschätzt  wird.  Die  Menschen  schätzen
sie  von  selbst.  Der  Mensch,  dem  Reichthum  beschieden  ist,  ist  durch
die  Kraft  der  Sehnen  von  selbst  leicht.  Der  Mensch,  dem  Ehre  beschieden ­
  ist,  ist  durch  Begabung  und  Verstand  von  selbst  hoch.
In  dem  „Verkehr  des  weissen  Tigers“  i)  wird  gesagt:
Wenn  die  Tugend  zu  dem  Abgrund  der  Wasser  und  zu  den
Quellen  gelangt,  so  bringt  der  Strom  grosse  Muscheln  hervor.  Das
Meer  bringt  glänzende  Perlen  hervor.
In  dem  die  Namen  erklärenden  Werke  (schi-ming)  wird  gesagt;
Der  Kopfputz  der  Königin  heisst  feu 3 ).  Feu  ist  so  viel  als  fö
(überdecken).  Oben  befinden  sich  herabhängende  Perlen.  Beim  Einherschreiten ­
  bewegen  sie  sich.
In  der  Aneiferung  zum  Lernen  von  Tsai-yung  heisst  es:
Wenn  eine  glänzende  Perle  nicht  ins  Licht  gestellt  wird,  wie
kann  sie  ihren  Glanz  entfalten?  Wenn  ein  kostbarer  Edelstein  nicht
geschnitten  wird,  so  kann  man  aus  ihm  keine  Rundtafeln  und  halben
Rundtafeln  verfertigen.
Pe-hu,  „der  weisse  Tiger“  ist  der  Name  eines  Berges  von  U.
2 )  Fe«  bedeutet  eigentlich  „in  zwei  Theile  theilen“.  Von  diesem  Kopfputze  wird  sonst
angegeben,  dass  er  durch  das  Flechten  des  Haupthaares  gebildet  wird.
            
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