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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zur  Geschichte  der  Perlen-  627
Greis.  Ich  fürchte,  dass  wir  einander  nicht  mehr  sehen  werden.  —
Er  hinterliess  Yü  einen  Scheffel  grosser  Perlen.
In  dem  erdbeschreibenden  Theile  der  Verzeichnisse  von  U
heisst  es:
Der  District  Tschü-kung  in  der  Provinz  Tschü-yai  bringt  Perlen
des  glänzenden  Mondes  hervor.
In  demselben  erdbeschreibenden  Theile  wird  gesagt:
Yuen-po  führte  den  Jünglingsnamen  Kiün-yeu.  Er  wurde  Ältester ­
  von  Hoai-ling.  Seine  Tochter  fand  in  einer  verfallenen  Mauer
über  hundert  Perlen  für  Ohrgehänge.  Pö  versiegelte  sie  und  schickte
sie  dem  Kaiser.  Eine  höchste  Verkündung  bestimmte  sie  zu  einem
Geschenk  für  Pö.
In  den  Denkwürdigkeiten  von  U  heisst  es:
Kaiser  Wen  aus  dem  Hause  Wei  schickte  einen  Gesandten,  der
Pferde  gegen  glänzende  Perlen  .und  bunte  Edelsteine  umzutauschen
suchte.  Kiuen  *)  sprach:  Dies  sind  Dinge,  welche  ich,  der  Verwaiste,
nicht  brauche,  aber  ich  kann  dafür  Pferde  erhalten.  Warum  sollte  ich
auf  diesen  Tausch  nicht  eingelien?
In  den  Verkündungen  des  Kaisers  Wu  in  dem  Buche  der  Tsin
von  Wang-yin  heisst  es:
Die  Perlen  und  Edelsteine,  die  Kleinode  in  den  kaiserlichen
Versammlungshäusern  und  in  den  Kammern  des  Innern  mache  ich
Wang-kung  zum  Geschenke.
In  dem  Buche  der  Tsin,  in  der  Denkschrift,  welche  Tao-lioang
aus  Kiao-tscheu  überreichte,  heisst  es:
Der  Boden  der  Provinz  Hö-pu  ist  dürr  und  steinig.  Es  gibt  daselbst ­
  keine  Felder,  auf  welchen  Ackerbau  getrieben  würde.  Die  Geschlechter ­
  des  Volkes  beschäftigen  sich  blos  mit  dem  Sammeln  von
Perlen.  Die  Kaufleute  kommen  und  gehen,  und  tauschen  die  Perlen
gegen  Reisfrucht  um.  Aber  zu  den  Zeiten  von  U  wurden  die  Perlen
sehr  streng  verboten.  Es  ist  zu  bedenken,  dass  die  Geschlechter  des
Volkes  eigenmächtig  sich  zerstreuen.  Die  guten  Perlen  sind  verboten ­
  und  dies  macht  ein  Ende  dem  Kommen  und  Gehen.  Auch  ist
das,  was  vorgerichtet  wird,  sehr  vieles,  und  die  Bestimmung  wird
oft  nicht  erfüllt.

41  •

1 )  Der  oben  erwähnte  Sün-kiuen,  Kaiser  von  U.
            
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