Beiträge zur Geschichte der Perlen.
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Mutter etwas für ihn bewachte und verbarg. Die Sklavin sagte, dass
er zehn Scheffel weisse Perlen gestohlen habe.
In dem Buche der späteren Han heisst es:
Die Perle ist die in der Muschel befindliche verborgene Seele.
Perlenglänzend (ti-li) ist die Farbe der glänzenden Perlen. Eine Tropfperle
(ki') ist eine Perle, welche nicht rund ist. Fu-yü bringt Perlen
von der Grösse der sauren Datteln hervor.
Die Geschichte der Han von der östlichen Warte i) sagt:
Im vierten Jahre des Zeitraumes Yung-kien (129 n. Chr.) machte
Wen-lung, Statthalter von Han-yang, grosse Perlen zum Geschenk.
Eine höchste Verkündung sagte: Innerhalb der Meere ist Neigung
zu Unglücksfällen und Seltsamkeiten, aber Lung befasst sich nicht
mit Redlichkeit, er lässt ab von der Wahrhaftigkeit und führt die
Glückszeichen der glänzenden Perlen herüber, indem er sich dadurch
einzuschmeicheln sueht. — Der Kaiser befahl sie zu versiegeln und
schickte sie sofort zurück.
Dieselbe Geschichte der Han sagt:
Zu den Zeiten Hien-tsung’s 3 ) war Tschung-li-I der Vorsteher
der Bücher. Um diese Zeit wurde der Statthalter von Kiao-tschi angeklagt,
Werthe im Betrage von tausend Pfunden Goldes veruntreut
zu haben. Er ward zurückberufen und nach dem Gesetze schuldig gefunden.
Man vertheilte sein Besitzthum als Geschenk unter die Würdenträger.
I erhielt Perlen und Tropfperlen. Er liess diese sämmtlich
auf die Erde gleiten und bedankte sich nicht für das Geschenk. Der
Kaiser wunderte sich darüber und fragte ihn um die Ursache. I erwiederte:
Khung-tse ertrug den Durst bei dem Wasser der Diebsquelle.
Tseng-san liess den Wagen umkehren bei dem Strassenthore
„die Mutter überragen“. Sie hatten einen Abscheu vor den Namen.
Für diese veruntreuten unreinen Gegenstände getraue ich mich in
Wahrheit nicht, mich zu bedanken.
Der Kaiser rief aus: Rein sind die Worte des Vorstehers der
Bücher! — Erbeschenkte I wieder mit dreissig Myriaden Kupferstücken
der Rüstkammer.
In derselben Geschichte der Han wird gesagt:
*) Tung-kuan-han-ki.
z ) Hien-tsung ist ein Theil des Tempelnamens des Kaisers Ming aus dem Hause der
späteren Han.