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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

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Schulte

Auch  über  diesen  Canonisten  finde  ich  weder  bei  Colle  noch
in  den  bekannten  literarhistorischen  Werken  Notizen.
56.  —Nr.  374.,  Fol.  maj.,  membr.,  saec.XIV.  „Incipit  über  primus
  operis  cantoris  Parisiensis  magistri  Petri  Remensis  de  poenitentia
  et  partibus  eins.  Verbum  abreviatum  fecit  dominus  super
terram.“  7  Bücher.  Über  den  Verfasser,  „b.  Mariae  Paris  iensi  s
Can.  et  Cantor“siehe  Oudin  de  seriptor.  eccles.  II.col.1660—66;
er  starb  1197.  Oudin  gibt  Handschriften  und  eine  Ausgabe  (Montibus
  Hannoniae.  1639.  4.)  an.  Maassen  (Beiträge  zur  Geschichte
der  jur.  Literatur.  Wien  1857,  S.  27.  Note  1)  hat  in  einem  Codex
Berufungen  der  Glosse  auf  ihn  gefunden.  Diese  haben  wohl  obiges
Werk  im  Äuge,  da  sich  nirgends  eine  Spur  davon  findet,  dass  er  das
Dekret  glossirt  habe.
57.  —  Nr.  374.  Ein  zweiter  Band,  ebenfalls  Fol.  maj.,  membr.,
saee.  XIV.,  enthält;
a.  Das  oben  beiGöttweig  10.  aufgeführte  Werk,  anfangend:  „Cum
miserationes  domini.“  Ende:  „Explicit  summa  juris.“
b.  „Ine.  Innocentius  magnus  de  missa.  Tria  sunt,  in  quibus.“
58.  —  Nr.  655.,  Fol.,  membr.,  saec.  XIII.  enthält  164  Blätter
mit  2  Columnen  zu  durchgehends  45  Zeilen.  Das  Pergament  ist  dick,
hat  viele  Löcher  und  ist  an  manchen  Stellen  zusammengenäht.  Er
enthält  die  vollständige  Summa  des  Johannes  Faventinus  zum
Dekrete  Gratians.
Die  mit  rothen  Buchstaben  gemachte  Überschrift  lautet:
„Incipit  praefatio  in  decreta  magistri  G.  a  magistro  Jo.Faventino
canonice  ac  dilucide  edita  ex  duabus  summis  Ruffini  et  Stephani  utili
artificiosoque  excepta“  (offenbar  moclo  ausgelassen).
Am  Rande  sind,  jedoch  nicht  sehr  zahlreiche,  Bemerkungen
zugeschrieben,  welche  bald  Citate  aus  dem  Dekrete,  bald  auch
Erklärungen,  kurze  Zusammenstellungen  u.  dgl.  enthalten.  Über  die
Geschichte  des  Codex  lässt  sich  aus  ihm  nichts  entnehmen;  von
einer  Hand  des  15.  Jahrhunderts  ist  am  untern  Rande  der  ersten  und
letzten  Seite  geschrieben:  „Lib’  S.M.  (ariae)  in  newnb'ga  claustli.“
Über  des  Job.  Faventinus  Summa  hat  nach  zwei  Handschriften
[Münch  ner  Cod.  latin.  3873  (Aug.  eecl.  173)  undBamberger
P.  II.  27.],  welche  beide  dem  14.  Jahrhundert  angehören,  berichtet
Maassen  in  den  Sitzungsberichten  der  historisch-philosophischen
Klasse  der  kaiserlichen  Akademie  der  Wissenschaften  vom  J.  1857,
            
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