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P f i z m a i e r
bilden einen schuhlangen Streif, mit dein man die Vorderseite bedeckt.
Was die Gebräuche bei Heiraten betrifft, so steckt der Mann
eine Feder auf das Haupt des Weibes. Ist das Weib einverstanden,
so nimmt es dieselbe in die Hand und kehrt heim. Hierauf folgt die
regelmässige Bewerbung. Die Weiber sind züchtig, die Mädchen
jedoch ausschweifend. Man schätzt die rüstigen Leute und verachtet
die Greise. Die Witwen bleiben in ihrem Stande durch ihr ganzes
Leben und vermälen sich nicht wieder.
Die Bewohner sind von Gemüthsart böse und tollkühn. Sie
schätzen es an Anderen, wenn diese über nichts betrübt sind und
um nichts trauern. Bei dem Tode der Eltern wehklagen die Söhne
nicht. Wenn einer wehklagt, so sagt man von ihm, dass er nicht
tapfer sei. Alle, die etwas stehlen oder Gegenstände verhehlen,
werden ohne Rücksicht auf die Höhe des Betrages hingerichtet. Selbst
unter denjenigen, die in Einöden wohnen, kommen daher solche
Vergehen nicht vor.
Die Todten werden noch an dem Tage ihres Ablebens auf freiem
Felde angemessen begraben. Man fällt einen Baum und verfertigt
einen kleinen äusseren Sarg. Hierauf tödtet man eine Anzahl Schweine
und schichtet sie über den äusseren Sarg. Bei Reichen sind es
einige Hunderte, bei Armen einige Zehente, und man betrachtet sie als
Mundvorräthe des Verstorbenen. Nachdem man Erde darüber gedeckt,
wird ein Strick an das Kopfende des äusseren Sarges gebunden
und über der Erde hervorgezogen. Man begiesst ihn mit Gaben
Weines, und erst wenn der Strick gänzlich verfault ist, hört man
damit auf. Zu unbestimmten Zeiten wird ein Opfer dargebracht.
Die Bogen von Sandelholz sind drei Schuh fünf Zoll lang. Die
Pfeile aus dem Holze des Baumes Hu sind einen Schuh und eine
Spanne lang. Man hat steinerne Pfeilspitzen und Panzer von Häuten
und Knochen. Die Berge, wo die Steine für die Pfeilspitzen gefunden
werden, liegen im Nordosten des Reiches. Wenn man sie nimmt, betet
man früher zu den Göttern. Die Steine sind scharf und dringen in das
Eisen.
We-ke.
Das Buch der späteren Wei sagt:
Das Reich We-ke liegt im Norden von Kao-keu-li und ist das
alte Reich Sü-schin. Es ist von Lö-yang fünftausend Weglängen